Magic Mike XXL

Komödie/Drama, USA 2015
Auch in Teil 2 zieht man blank

Auch in Teil 2 zieht man blank

Drei Jahre nach dem Erfolg der Stripper-Story "Magic Mike" kehrt Schauspieler Channing Tatum wieder leicht bekleidet auf die Kinoleinwand zurück: In der Fortsetzung "Magic Mike XXL" will der frühere Stripper Mike (Tatum) mit seinen damaligen Kollegen eine letzte Show bei der Stripper-Messe in Myrtle Beach geben - und macht sich dazu mit ihnen auf die Reise dorthin.

Vor drei Jahren stieg Mike aus dem Stripper-Geschäft aus. Den Traum vom eigenen Möbeldesignunternehmen hat er sich mittlerweile in Tampa erfüllt, wenn das auch viel von ihm abverlangt und der Freundin scheinbar nicht genug war, um seinen Heiratsantrag anzunehmen. Dass eines Tages die einstigen Kumpel der strippenden "Kings of Tampa" vor der Tür stehen, kommt da wie gerufen.

Von ihrem Anheizer Dallas im Stich gelassen, sehen sich auch "Big Dick" Richie (Joe Manganiello), Tito (Adam Rodriguez), Ken (Matt Bomer) und Tarzan (Kevin Nash) gezwungen, den Stripper-Job an den Nagel zu hängen. Die letzte große Show wollen sie bei der jährlichen Stripper-Messe in Myrtle Beach abliefern, jedoch nicht ohne ihren früheren Headliner Magic Mike. Der hat immer noch Spaß am Tanzen - zu dröhnenden Hip-Hop-Beats in seiner Werkstatt, etwa - und macht sich mit der Gang in Titos Frozen-Yogurt-Truck auf den Weg.

Ist die passive Aggression, die Mike von seinen Ex-Kollegen wegen seines Abgangs noch entgegenschlägt, erstmal aus dem Weg geräumt, ist alles beim (geölten) Alten: Auf dem Weg nach Myrtle Beach werden Männerfreundschaften gestärkt, neue Bekanntschaften geschlossen und alte wieder aufgewärmt. Nebenbei entledigen sich die Männer jener alter Kostüme und Zuschreibungen, die ihnen Dallas einst aufgedrückt hat: So sagt sich Feuerphobiker Richie von seinem Feuerwehrmann-Outfit los und realisiert sich Tarzan auf der Bühne seinen Traum vom Maler-Dasein.

Matthew McConaughey, da besteht kein Zweifel, wird bei "Magic Mike XXL" schmerzlich vermisst: Mit dem kongenial selbstverliebten, abgehalfterten Mentor Dallas geht ein Charakter mit Augenzwinkern verloren, mit Alex Pettyfer als Newcomer Adam kommt der frische Wind in der Truppe abhanden. Als Dallas' Ersatz tritt mit Rome (Jada Pinkett Smith) eine mysteriöse, exklusive Stripklub-Besitzerin aus Mikes Vergangenheit auf den Plan, die dann auch die überraschend feministische Färbung einbringt.

Der Grundtenor: Frauen sind Königinnen, die begehrt werden wollen. Und Stripper sind die einzigen Männer, die noch weibliche Bedürfnisse erfragen und Frauen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Als "Heiler" bezeichnet Romes Steckenpferd Andre (Donald Glover) sich und seine Kollegen, die konsequent über Figur, Hautfarbe und Alter hinwegsehen. Da geben Mike & Co. bei einem Zwischenstopp auch den reiferen Südstaaten-Ladys noch einmal das Gefühl, begehrenswert zu sein - und kommt Richie, wegen seines Frauen überfordernden "Big Dick" seit Monaten auf Sexentzug, bei der erfahrenen Nancy (sichtlich amüsiert: Andie McDowell) endlich zum Zug.

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