Magic Mike

Komödie/Drama, USA 2012

In TV und Kino finden: Matthew McConaughey, Channing Tatum, Olivia Munn, Steven Soderbergh

Channing Tatum als "Magic Mike"

Channing Tatum als "Magic Mike"

Channing Tatum, Matthew McConaughey und Alex Pettyfer strippen sich in der heißen Sommerkomödie "Magic Mike" durch das Nachtleben Floridas. Der Streifen, der auch ernste Untertöne beinhaltet, stammt von US-Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven").

Morgens Dachdecker, abends Stripper - Mike (Tatum) lebt nach dem Motto: "Frauen, Geld und eine gute Zeit". Und träumt eigentlich von einem Leben als Möbel-Designer. Bis es so weit ist, wollen noch einige Dollar verdient sein beim Entblößen vor enthemmten Damen, die sich allabendlich im "Xquisite" versammeln, einem Club in Tampa. "Dallas" (McConaughey) führt dort eine so bunte wie skurrile Männertruppe an. Als Mike Adam (Pettyfer) kennenlernt, einen 19-Jährigen, der bei seiner Schwester lebt, nimmt er diesen unter seine Fittiche. Er weiht ihn in die Kunst der erotischen Entkleidung ein. Schnell fühlt sich Adam auf der Bühne wohl, macht sich einen Namen als "The Kid". Und kommt doch mit den Versuchungen, die das Nachtleben mit sich bringt, nicht zurecht.

McConaughey ist stark als schmieriger Clubbesitzer - ähnlich exaltiert wie zuletzt Tom Cruise in "Rock of Ages". Auch der junge Brite Alex Pettyfer (Jahrgang 1990) schlägt sich gut als Adam. Tatum ist toll in der Rolle des "Entrepreneurs", der souverän mit drei Jobs jongliert. Dass sich Tatum wohlfühlt in körperlich herausfordernden, physischen Rollen, hat er bereits unter Beweis gestellt in Filmen wie dem Dance-Movie "Step Up" oder "Fighting", einem Action-Drama. Zudem hat Tatum vor seiner Hollywoodkarriere nicht nur als Model, sondern auch als Stripper gearbeitet.

Soderberghs größte Arbeit ist "Magic Mike" wohl nicht. Auch hier aber stellt der US-Regisseur sein Können unter Beweis. Denn bei "Magic Mike" handelt es sich keineswegs um eine nur oberflächlich unterhaltende Stripper-Komödie. Die dunklen Seiten des Night Life blendet Soderbergh ebenso wenig aus wie Mikes wachsendes Unbehagen am Sex-Geschäft. Im Hintergrund rumort zudem nicht nur ein Hurrikan, sondern auch die Banken- und Finanzkrise. Je nach Gusto kann man sich bei "Magic Mike" an straffen Männerkörpern erfreuen und wildem Partyspaß. Sich aber auch auf das einlassen, was Soderberghs Werk im Subtext parat hält.

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