Magic In The Moonlight

Komödie/Romanze, USA 2014
Ist Sophie eine Hochstaplerin?

Ist Sophie eine Hochstaplerin?

Drei Jahre nach "Midnight in Paris" reist Regisseur Woody Allen für seine Erzählung "Magic In The Moonlight" erneut in die 1920er Jahre: Diesmal soll Colin Firth eine Hellseherin (Emma Stone) als Hochstaplerin entlarven. Wie nicht anders zu erwarten, verliebt er sich in die sinngemäß bezaubernde Dame.

Als chinesischer Zauberer Wei Ling Soo verkleidet, feiert Stanley (Firth) als Illusionskünstler große Erfolge auf den Bühnen Europas. Privat glaubt der Brite nicht an überirdische Kräfte, ist überzeugter Rationalist und Atheist. Perfekte Voraussetzung, um auf Bitte seines alten Freundes Howard (Simon McBurney) die junge Hellseherin Sophie (Stone) als Betrügerin zu enttarnen: Die hat dem naiven Millionärssohn Brice (Hamish Linklater) derart den Kopf verdreht, dass ein Teil der Familie um sein Vermögen fürchtet.

"Alles Schwindler, am Seance-Tisch ebenso wie im Vatikan und darüber hinaus", weiß Stanley und reist zum prächtigen Anwesen an die französische Cote d'Azur, um den Schwindel aufzudecken. Von Sophies erstaunlich präzisen "mentalen Impressionen" ebenso überrascht wie von ihrer Schönheit, stellt er jedoch schon bald seine eigene Weltanschauung und Gefühlslage infrage.

Nun mag die Handlung von "Magic in the Moonlight" vorhersehbar und die Figurenzeichnung stereotyp sein, Allen aber liefert mit seinem 49. Regiewerk (Kurzfilme und TV-Filme inkludiert) nichtsdestotrotz eine hinreißende, wohltuende Komödie ab, die nicht zuletzt wegen der Kameraarbeit von Darius Khondji ein Genuss für die Augen ist. Die traumhaften Schauplätze Südfrankreichs im Art-Deco-Stil inklusive atemberaubender Panoramen erstrahlen geradezu in warmem Sonnenlicht, die Farben sind kräftig - vom ewigen Grün luxuriöser Gärten bis zum feuerroten Haar von Emma Stone -, die Bilder dank CinemaScope-Objektiven aus den 70er Jahren weichgezeichnet. Oldtimer, elegante Kostüme und mit Liebe eingerichtete Häuser tun ihr Übriges, um den Flair der 20er Jahre wieder aufleben zu lassen. Nichts anderes scheint Allen gewollt zu haben.

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