Männerherzen... und die ganz ganz große Liebe

Komödie, D 2011
Auch Männer brauchen Liebe

Auch Männer brauchen Liebe

Simon Verhoeven legt die Fortsetzung der Beziehungskomödie "Männerherzen" nach: "Männerherzen und die ganz ganz große Liebe" heißt die Fortsetzung um das schrecklich komplizierte Liebesleben einer Handvoll Hauptstadt-Bewohner.

Und sie sind alle wieder dabei: Til Schweiger als sagenhaft unglücklicher Macho Jerome. Christian Ulmen als verdruckster Superspießer Günther. Justus von Dohnányi als durchgedrehter Schlagerbarde Bruce. Florian David Fitz als gefühlsverwirrter Single Niklas. Und Nadja Uhl als alleinerziehende Zoohandlungsverkäuferin. Am durchgeknalltesten ist wieder der alternde Schlagerstar Bruce, für den Schauspieler Justus von Dohnányi bereits mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde.

In seinem Jugendwahn fährt Bruce auf einem scheußlichen Bike durch die Stadt, entdeckt tatsächlich die einzigartigen Möglichkeiten des Internets und natürlich ist er wieder der einzige, der an seinen neuen Song mit dem schönen Titel "Die ganz ganz große Liebe" glaubt. Vor allem aber bringt Bruce seinen Kumpel Jerome richtig in Verlegenheit, als er sich bei dessen Eltern als liebevoll verschmuster Freund vorstellt.

Dabei hat Jerome echt ganz andere Sorgen. Sein aufreibendes Musikmanager-Leben in Berlin hat er hinter sich gelassen. Er zieht wieder bei seinen verdutzten Eltern in der Provinz ein. Aber vor allem: Jerome hat sich vielleicht zum ersten Mal verliebt. Um seiner Angebeteten näher zu kommen, scheut er auch nicht davor zurück, sich wie ein Ritter der traurigen Gestalt auf ein kleines Pony zu schwingen. Ob das hilft, muss offen bleiben.

Der Werber Niklas (Florian David Fitz) ist Freundin und Job los. Als vermeintlicher Stalker seiner neuen Flamme bekommt er so richtig Ärger. Sein Freund Philip (Maxim Mehmet) hat keine Zeit mehr für ihn. Er wird nämlich Vater von Zwillingen. Mit Günther (Christian Ulmen) und Susanne (Nadja Uhl) geht es auch nicht richtig voran. Trotz romantischer "DVD-Abende" kneift Günther beim Thema Sex, was zu den kuriosesten Verwicklungen führt. Und dann ist da noch Susannes Ex-Mann Roland (Wotan Wilke Möhring), der auf vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis und eine Versöhnung hofft. Ob die Männer dann doch noch die große Liebe finden, das wird dann wohl Stoff für eine weitere Fortsetzung sein.

Dabei gelingt es dem Regisseur Simon Verhoeven, Sohn von Schauspielerin Senta Berger und Regisseur Michael Verhoeven, ganz lässig an den Witz und die Leichtigkeit des ersten "Männerherzen"-Teils anzuknüpfen. Verhoevens Verdienst ist es, dass er in seiner turbulenten Story auf langweilige Geschlechter-Klischees ebenso verzichtet wie auf stereotype Derbheiten und kitschige Romantik. Und seien seine Männer auch noch so skurril, schräg und beziehungsgestört: Nie denunziert Verhoeven, der auch das Drehbuch für "Männerherzen" schrieb, seine Figuren.

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