Männerherzen

Komödie, D 2009
Wie Männer wirklich ticken

Wie Männer wirklich ticken

Männer haben es nicht leicht. Für die Frau von heute sollen sie am besten alles gleichzeitig sein: Macho und Softie, Karriereheld und Hausmann, trickreicher Verführer und treuer Kumpel. Die selbstironische Komödie von Simon Verhoeven mit Til Schweiger und Christian Ulmen - als zwei eher einseitig ausgerichtete Prototypen - zeigt dem Publikum, dass "Männerherzen" einfach anders schlagen.

Erzählt wird von einer Reihe junger Männer, die in Berlin mehr oder weniger verzweifelt nach der Liebe und dem Sinn des Lebens suchen. Schweiger ist als Musikproduzent und Frauentyp Jerome zu sehen, der erst langsam begreift, dass es im Leben um mehr geht als um guten Sex. Ulmen spielt den einsamen Günther, der schon bei der Frage an der Supermarktkasse, ob er denn Treueherzen sammele, verliebte Gefühle bekommt.

Im wirklichen Leben ist das natürlich ganz anders: "Beim Flirten sollte man immer so sein wie man selber ist und sich nicht verstellen", riet Schweiger den Männern. Ansonsten sollten Männer und Frauen am besten erst gar nicht versuchen, sich gegenseitig zu verstehen, meinte der Schauspieler schmunzelnd in einem Interview.

Zu dem glänzend aufspielenden Schauspielerensemble gehören auch Wotan Wilke Möhring als schwer von der Liebe enttäuschter, latent aggressiver U-Bahnfahrer, Justus von Dohnányi als herrlich schräger Schlagersänger, Maxim Mehmet als unschlüssiger Kindsvater und Florian David Fitz als ratloser Werbefuzzi kurz vor dem Erwerb des ersten eigenen Reihenhauses. Alle haben gemeinsam, dass sie sich irgendwie im Leben nicht entscheiden können, obwohl sie der Pubertät längst entwachsen sind. In den weiblichen Hauptrollen sind als durchweg zupackende Frauen Nadja Uhl, Jana Pallaske und Liane Forestieri zu sehen.

Simon Verhoeven, Sohn von Schauspielerin Senta Berger und Regisseur Michael Verhoeven ("Das schreckliche Mädchen"), hat ein ausgesprochenes Händchen für Komödien. Nach seinem Kinodebüt "100 Pro" folgt er mit "Männerherzen" der Spur des Mannes des 21. Jahrhunderts. Dabei zeigt Verhoeven, der auch das Drehbuch selbst geschrieben hat, ein ganzes Panoptikum von Männertypen - ohne dabei aber die einzelnen Charaktere durch überzogene Komik zu denunzieren.

 

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