Madame Mallory und der Duft von Curry

Drama, USA 2014
Helen Mirren verkörpert Madame Mallory

Helen Mirren verkörpert Madame Mallory

Lasse Hallström, alterfahrener Spezialist für köstliche Wohlfühlfilme wie "Chocolat", hat es wieder getan: In "Madame Mallory und der Duft von Curry" gelingt dem schwedischen Filmemacher eine Culture-Clash-Tragikomödie mit glücklichem Ausgang, die nicht nur wegen ihrer Restaurant-Aspekte ein kulinarisches Fest ist. Mit Helen Mirren in der Hauptrolle.

In ihren geschmackvollen Räumlichkeiten aus dem 19. Jahrhundert lässt Madame Mallory (Mirren) Ministern zu Mozart-Klängen Taube an getrüffelter Soße servieren. Im "Maison Mumbai" auf der anderen Straßenseite dagegen dröhnt Bollywood-Sound, und die Familie Kadam verwöhnt ihre Gäste mit üppig nach Gewürzen duftenden Chicken-Spezialitäten. Madame ist nicht erfreut - und sagt den quirligen Immigranten den (Küchen-)Kampf an.

Zwar steht zunächst die Liebe zu den Gaumenfreuden im Mittelpunkt, doch gibt es nach manch bösen Aufregungen bald auch Annäherungen zwischen der eleganten Madame Mallory und "Papa", dem verwitweten, robust-charmenten indischen Familienoberhaupt (Indiens Star Om Puri), sowie zwischen dessen Sohn Hassan (Manish Dayal) und der bildhübschen, ehrgeizigen Sou-Chefin Marguerite (Charlotte Le Bon). Und schließlich wird der am Herd hochbegabte Hassan demonstrieren, dass gerade die Fusion von europäischer und orientalischer Küchentradition zu ganz besonders delikaten Ergebnissen führen kann.

Grundlage des Kinowerks bildet der Debütroman "Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef" des Amerikaners Richard C. Morais - ein Weltbestseller, der in 28 Sprachen übersetzt wurde. Zwei andere sehr prominente US-Bürger haben das DreamWorks-Pictures-Werk ebenfalls mit zu verantworten: Zu den Produzenten gehören die Entertainment-Legenden Steven Spielberg ("E.T.", "Indiana Jones") sowie Talkmasterin und Schauspielerin Oprah Winfrey.

Auch die sonnendurchtränkte Hügellandschaft, das malerische Städtchen im Südwesten Frankreichs und die schönen Menschen sind in Hallströms Film ein Genuss. Hin und wieder mag man sich denn auch - trotz mancher Zuckrigkeit - solch einen gut gemachten Film mit vorzüglichen Darstellern gern gönnen.

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