Lost Place 3D

Horror/Thriller, D 2013
Es ist keine gute Idee, hier zu bleiben

Es ist keine gute Idee, hier zu bleiben

Glaubt man "Lost Place", hat der Kalte Krieg selbst ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer noch immer böse Folgen. Die illustriert Regisseur Thorsten Klein in seinem Spielfilmdebüt äußerst effektsicher. Der erste deutsche Mystery-Thriller in 3D und modernster Akustik dürfte selbst eingefleischten Horrorfans die Haare zu Berge stehen lassen.

Erzählt wird die gruselige Geschichte von vier jungen Leuten, die im schönsten Pfälzer Wald ein nur spärlich abgeriegeltes, verrottendes Industriegelände erkunden. Hier sollen vor etwa dreißig Jahren die US-Amerikaner geheime Strahlen-Experimente durchgeführt haben. Deren Folgen reichen bis in die Gegenwart: unkontrollierte Radioaktivität sorgt offenbar für Mutationen von mörderischer Gewalt. Bald sieht es danach aus, als fänden die Vier im unheilvollen Rauschen der Bäume den Tod.

Die optische Faszination des Films resultiert wesentlich aus dem Einsatz der Red-Epic-Kamera, jenem Modell, das auch Star-Regisseur Peter Jackson für seine "Hobbit"-Trilogie benutzt hat. Klein und seine österreichischen Kameraleute Xiaosu Han und Andreas Thalhammer haben sich jedoch nicht zu einem überbordenden visuellen Rausch verleiten lassen. Die Bilder sind oft geradezu ausgeklügelt karg und entfalten gerade deshalb eine packende Intensität.

Der Qualität der Optik entspricht die der Akustik. Klein hat in Dolby Atmos gedreht. Das ist eine neue Surround-Sound-Technik. Sie ermöglicht eine zuvor nie dagewesene Differenzierung von nahezu unzähligen Tonspuren auf etwa fünfzig Lautsprecher im Zuschauerraum. Allerdings sind erst wenige Kinos überhaupt dafür eingerichtet. Aber selbst wer "Lost Place" in einem kleinen Filmtheater sieht, das keine 3D-Vorführungen ermöglichen und keinen Super-Sound bieten kann, dürfte sich königlich amüsieren.

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