Lost in Beijing

Drama/ , VCR 2007
Schonungslose Sozialdrama von Regisseur Li Yu

Schonungslose Sozialdrama von Regisseur Li Yu

Das Sozialdrama von Regisseur Li Yu, der im vergangenen Jahr auch auf der Berlinale gezeigt wurde, ist durch einen für China ungewöhnlichen schwarzen Humor geprägt und zeigt ein kritisches Bild des modernen Chinas im Banne des Kapitalismus.

Der Film, der auf Chinesisch "Pingguo" (Apfel) heißt, spielt vor dem Hintergrund zehntausender Wanderarbeiter, die nach Beijing strömen. Auch die junge Ping Guo und ihr Ehemann An Kun sind aus der Provinz hierher gezogen, in Hoffnung auf bessere Jobs. Die junge Frau nimmt einen Job in einem Fußmassagesalon an, ihr Mann als Fensterputzer. Ping Guo wird eines Tages von ihrem Boss (Tony Leung) vergewaltigt. Als sie schwanger wird, beginnt ein Ringen darum, wer sich um das Kind kümmern soll...

Bereits im Vorfeld der Premiere auf der Berlinale hatten Chinas Behörden gefordert, fünf Szenen mit dem Tiananmen-Platz, der Nationalflagge und dreckigen Straßen zu streichen. "Lost in Beijing" wurde nach dem Tauziehen letztendlich ungekürzt auf dem Festival vorgeführt. Der Tiananmen-Platz, 1989 Schauplatz der blutig niedergeschlagener Demokratiebewegung, ist bis heute in China ein heikles Thema. Er kommt in dem Film nur am Rande vor, wenn die Protagonisten einsam durch die Stadt irren.

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