Lord of War - Händler des Todes

Krimi/Drama, USA 2005
Hauptsache, der Rubel rollt

Hauptsache, der Rubel rollt

US-Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol ("The Truman Show", 1998) hielt für Oscar-Preisträger Nicolas Cage eine Paraderolle parat: In der bitteren Action-Satire "Lord of War - Händler des Todes" spielt Cage den Kleinkriminellen Yuri, der zum internationalen Waffendealer aufsteigt.

"Essen müssen die Leute immer", predigte der Vater von Yuri Orlov, als er in Brooklyn sein erstes Bortsch-Restaurant eröffnete. Lukrativer findet der Sohn des russischen Emigranten dagegen ein ganz anderes menschliches Grundbedürfnis: "Jeder zwölfte Mensch auf der Welt besitzt eine Waffe. Die Frage ist: Wie kann man die anderen elf auch noch ausstatten?", fragt Yuri gleich zu Beginn des Films in die Kamera. Dabei steht er bereits symbolträchtig auf einem Teppich aus leeren Patronenhülsen. Und so wird Yuri Orlov zum einflussreichen internationalen Waffenlieferanten für die Kriege dieser Welt.

Cage mimt den smarten Geschäftsmann mit perfekt sitzendem Anzug, lässig eine Zigarette rauchend, immer ganz kühl. Wenn er ein Geschäft wittert, ist es ihm egal, ob er mit Schurkenstaaten, grausamen Diktatoren oder abgehalfterten Sowjet-Militärs dealt - Hauptsache, der Rubel rollt.

Der neuseeländische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Niccol hat für sein Drehbuch lange und gründlich recherchiert. Die Figur von Yuri Orlov basiert auf Interviews mit mindestens fünf echten Waffenschiebern. Die hat er auch für seine Requisiten angepumpt: "Es war billiger an echte Kalaschnikows zu kommen, als falsche zu organisieren", erklärte Nicols bei einem Screening vor Diplomaten an der UNO in New York. Die Reihe von 50 Panzern, die in einer Szene zu sehen sind, bekam er von einem Waffenschieber aus Prag zur Verfügung gestellt. "Der hatte mehr als die tschechische Armee", so Niccol.

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