Loos Ornamental

Dokumentation, A 2008
Das Haus am Michaelerplatz

Das Haus am Michaelerplatz

Architektur als Autobiografie darzustellen ist das Ziel der österreichisch-deutschen Koproduktion "Loos ornamental" vom österreichischen Regisseur Heinz Emigholz. Im Mittelpunkt des Films stehen 27 noch existierende Bauwerke und Innenausstattungen des österreichischen Architekten Adolf Loos (1870 bis 1933), der bei der Berlinale lief.

Chronologisch nach ihrem Enstehungsjahr laufen die Innen- und Außenbilder der Bauwerke ab, die vielen bekannt sind. Gleich zu Beginn etwa das Wiener Traditionscafe Cafe Museum (1899), gefolgt von monumentaler Geschichte wie der Kärntner Bar (1908) und dem Haus am Michaelerplatz (1909 bis 1911) oder späteren Gebäude wie die Villa Müller in Prag. Diese laufen in ruhigen Einstellungen von Außen und Innen in dia-ähnlicher Abfolge über die Kinoleinwand.

Auffallend ist: während des gesamten Films fällt kein Wort. Die Architektur steht für sich. "Im Kino erfahren wir so etwas Neues, einen Gedankenraum, der uns über die Gebäude meditieren lässt", erklärte der Regisseur Heinz Emigholz sein Konzept.

Adolf Loos gilt als einer der Begründer der europäischen architektonischen Moderne. Ornamentale Verzierungen waren ihm fremd. Gedreht wurde der Film über sein archtiketonisches Schaffen im Jahr 2006 in Wien, Niederösterreich, Prag, Brno, Pilsen, Nachod und Paris. "Loos ornamental" mit dem Blick auf das Material als Ornament ist nach "Schindlers Häuser", der im Vorjahr auf der Berlinale lief, der zweite Teil der Trilogie "Photografie und Jenseits". "Adolf Loos war in mehrfacher Hinsicht ein Vorbild für Rudolf Schindler", sagt der Regisseur Heinz Emigholz, der auch als bildender Künstler tätig ist.

Der letzte Teil der Trilogie "Kieslers Projektionen" ist derzeit in Arbeit. Die Reihe "Photographie und Jenseits" erfordert durch den starken Fokus auf den Raum und ohne stimmlichen Kommentar auf alle Fälle eine große Liebe und ein großes Interesse an Architektur.

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