Les Regrets

Drama, F 2009
Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist

Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist

Es hat den Charakter einer Verzweiflungstat, wenn sich der 40-jährige Architekt Mathieu in die Arme seiner ehemaligen Geliebten Maya wirft. In Cedric Kahns Liebesdrama "Les Regrets" werden die zwei aber nicht nur ihre eigenen Handlungen mit der Zeit bereuen, das ganze Lebensmodell der an sich glücklich Verbandelten scheint in sich zusammen zu stürzen.

Kahn beginnt seine Auflösung des konservativen Lebensentwurfs mit ruhigen, langsamen Bildern, stürzt seinen Hauptdarsteller aber dennoch in ein persönliches Loch: Mathieu (Yvan Attal) kehrt in seine Heimat zurück, da seine Mutter im Sterben liegt. Als er seine verflossene Liebe Maya (Valeria Bruni-Tedeschi) trifft und sie in ihrem recht baufälligen Landhaus besucht, brechen alte Gefühle wieder hervor.

Ergänzt wird das von Anfang an schwierige Verhältnis der beiden von ihren jeweiligen Partnern. Mathieus Ehefrau Lisa (Arly Jover) arbeitet mit ihm in seinem Architekturbüro, wird ob der vielen Ausflüchte und kurzfristig auftauchenden Terminen ihres Gatten zunehmend misstrauischer, was sich in Schreiduellen entlädt. Demgegenüber steht der grobschlächtige Franck (Philippe Katerine) als Mayas Fels in der Brandung, der zumindest für einige amüsante Momente sorgt, wenn er betrunken von einem Holzstapel fällt oder gegen Ende seinen Rivalen mit einer Kettensäge verfolgt.

Die Beziehung des Architekten und seiner Jugendliebe wird zusehends problematischer, sie ist geprägt von stürmischen Küssen und einem Liebesakt an der Grenze zur Gewalttätigkeit. Eine überstürzte nächtliche Flucht nach Barcelona schwenkt von jugendlicher Ungestümtheit zu depressiver Resignation, vor allem Maya lässt ihr bisheriges Leben nicht los. Am Ende eskaliert die Situation.

Kahn gelingt, unterstützt durch stürmische Klangkaskaden aus der Feder von Komponist Philip Glass, ein großteils ansprechender Film, der durch die sehr wechselhafte Dynamik zwischen Attal und Bruni-Tedeschi geprägt ist. Die Inszenierung des Regisseurs zwischen expliziter Erotik und beklemmenden Einstellungen im Thriller-Stil sorgt zu Beginn für recht abwechslungsreiche Momente, verliert sich mit der Zeit aber in einer statischen Bildsprache, die nur selten aufgebrochen wird.

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