Last Vegas

Komödie, USA 2013
Auf die Freundschaft

Auf die Freundschaft

Vier ergraute Männer hauen in der Casino-Stadt Las Vegas auf den Putz. Mit Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline wird "Last Vegas" zur Star-besetzten Buddy-Komödie.

Anfangs geht es nur um die Jungs. Da waren sie noch rotzfreche Buben in Brooklyn, die um die ersten Freundinnen buhlten und sich als beste Buddys ewige Freundschaft schworen. Dann macht "Last Vegas" einen Zeitsprung nach vorn, genauer gesagt 58 Jahre später geht die Story richtig los.

Seniorenklischees wie aus dem Bilderbuch: Sam (Kevin Kline) langweilt sich an der Seite seiner Frau im Pensionistenparadies in Florida. Archie (Morgan Freeman) lebt nach einem leichten Schlaganfall im Haus seines Sohnes. Paddy (Robert De Niro) ist ein kauziger Witwer in New York, der nur seine Ruhe will. Billy (Michael Douglas), der es zu Geld gebracht hat, geht im kalifornischen Malibu mit blonder Föhnfrisur und Sonnenbräune auf die 70 zu. Seine Freundin hat gerade die 30 überschritten, als der ewige Junggeselle um ihre Hand anhält.

Billy muss sich von seinen Freunden nun einiges anhören. Einige seiner Hämorrhoiden seien fast so alt wie die Braut, wirft ihm Archie an den Kopf. Solch derbe Sprüche sind zum Schmunzeln, wenn sie ein graugelockter Freeman mit breitem Grinsen klopft.

Das "Last Vegas"-Quartett lässt nichts aus. Die Senioren landen in einer Penthouse-Suite, mogeln sich in heiße Discos, feiern Pool-Partys und wachen auf einem Bett auf, das sich dreht. Einen besseren Werbefilm, zudem mit Starbesetzung, hätte sich die Casino-Stadt nicht wünschen können. Doch von der oberflächlichen Glitzer-Action von Las Vegas kehren die alten Freunde immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Es geht auch um alte Rivalitäten, Liebe, Loyalität und Altersängste. Dabei legt Regisseur Jon Turteltaub Wert auf Feel-Good-Momente und auf Figuren, die Gefühle zeigen. Doch Turteltaubs größter "Last Vegas"-Verdienst ist die Besetzung des Films mit den einst gefragtesten Darstellern Hollywoods, die ihre Rollen inzwischen lockerer nehmen.

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