Kung Fu Panda 2

Family/Abenteuer, USA 2011
Kung Fu lebt, auch ohne Shaolin

Kung Fu lebt, auch ohne Shaolin

Panda Po hat es geschafft. Endlich ist er Mitglied der legendären tierischen Kung-Fu-Truppe der Drachenkämpfer. "Kung Fu Panda 2" versucht, das Spektakel des ersten Teils noch zu übertreffen. Auch wenn das nicht ganz gelingt: Das neue 3D-Abenteuer des gefräßigen, dicken Panda-Bären macht Spaß.

Es ist schon ein Wunder, dass der gemütliche, alles andere als sportliche Panda Po mit dem ständig knurrenden Magen in den Kreis der athletischen Drachenkämpfer aufgenommen wurde. Doch das harte Training hat sich gelohnt: Zusammen mit den Furiosen Fünf beschützt Po die Bewohner im Tal des Friedens. Und mit ein bisschen unauffälliger Hilfe von Tigerin, Viper, Affe, Heuschrecke und Schlange absolviert der Pummel-Bär seine Martial-Arts-Kunststücke genauso schwerelos wie seine großen Vorbilder - zumindest fast.

Eine letzte Aufgabe hat der weise Katzenbär Meister Shifu für Po aber noch: der Panda muss seinen inneren Frieden finden. Erst dann ist er ein vollwertiger Krieger. Unterdessen ist der äußere Frieden bedroht. Lord Shen, ein fieser Pfau mit messerscharfen Federn und einer geheimen Superwaffe, ist angetreten, um ganz China zu beherrschen und die Kampfkunst Kung Fu auszurotten.

Da treten die Furiosen Fünf und ihr runder Partner auf den Plan. Nach wilden Kämpfen siegt natürlich das Gute. Zu den Höhepunkten zählen eine wahrhaftige Seeschlacht und ein rasanter Drachenritt, bei dem sich Po und die Fünf in einem riesigen Drachenkostüm verstecken und sich darin an die Fersen ihrer Widersacher heften.

Damit es in absehbarer Zeit auch "Kung Fu Panda 3" geben kann, hat Regisseurin Jennifer Yuh Nelson eine Spur zur wahren Herkunft von Po gelegt, die im nächsten Film weiterverfolgt werden kann. Der Panda glaubt ja bislang tatsächlich, dass sein Vater der kleine, dünne Gänserich Mr. Ping, Inhaber einer florierenden Nudelsuppenküche, ist. Ausgerechnet der böse Pfau gibt Po aber den ersten Hinweis darauf, was mit seinen wahren Eltern geschehen sein könnte. Und vielleicht lebt ja ein Elternteil des Bären noch?

Im amerikanischen Original leihen Jack Black dem Panda und Angelina Jolie der Tigerin ihre Stimmen, in der deutschen Fassung sind es Entertainer Hape Kerkeling und Schauspielerin Bettina Zimmermann. Beim Filmfestival in Cannes verriet Jolie, dass der Film ein Hit bei ihren eigenen Kindern ist. Doch trotz vorhersehbarer Story macht "Kung Fu Panda 2" auch jung gebliebenen Erwachsenen mit Sinn für Witz und perfekt choreographierte und animierte Kampfszenen gute Laune.

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