Kung Fu Hustle

Action/Komödie, RC/HK 2004

Länger, weiter, höher - dem Körper werden im Actionfilm kaum mehr Grenzen gesetzt. Doch niemand hebt die Gesetze der Schwerkraft so elegant auf wie asiatische Martial-Arts-Filme, wie die Hongkong-Komödie "Kung Fu Hustle" einmal mehr beweist.

Wir befinden uns im Shanghai der 40er Jahre: Die ganze Stadt wird von der Axt-Bande terrorisiert. Nur ein armes kleines Viertel leistet Widerstand. Denn als die beiden Kleinganoven Sing und Gu in der Schweinestall-Gasse aufkreuzen und als vermeintliche Gang-Mitglieder Schutzgeld erpressen wollen, entpuppt sich der schmuddelige Wohnblock als ein Nest voller Kampfkunst-Meister.

Bald steht die echte Axt-Bande vorm Tor, um den renitenten Bewohnern zu zeigen, was eine Harke ist - und engagiert ihrerseits Giga-Kampfkunstmeister. Vom ersten Moment an geht die Post ab in dieser losgelösten Kung-Fu-Posse, in der keiner à la Matrix weiträumig herumschwafeln muss, bevor er vom Boden abheben darf. Zwar sind die Heerscharen von Smoking tragenden Gangstern, die platt gemacht werden, bei "Matrix" abgeschaut, doch "Matrix"-Kampfkunstchoreograf Yuen Wo Ping bekommt diesmal viel bessere Gelegenheiten, sich auszutoben und demonstriert Kung-Fu von klassisch bis Freestyle.

Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Stephen Chow, von klein auf von Martial-Arts-Streifen begeistert, hat noch mehr heimische Talente versammelt und eine Hand voll altgedienter Kung-Fu-Schauspieler reaktiviert, die vor drei Jahrzehnten mit Kung-Fu-Ikone Bruce Lee zusammengearbeitet haben.

Und man merkt den Darstellern an, dass sie im Gegensatz zu amerikanischen Action-Stars echte Athleten sind, dass trotz ihres Alters die Tritte, Sprünge und Saltos nicht nur durch Computeranimation zu Stande kommen. Genre-Fans werden sich folglich wie im siebten Himmel fühlen - doch auch Nichtkenner könnten sich von diesem verrückten Actionspaß anstecken lassen, der Nonstop akrobatische Luftballette vorführt - die Handlung bleibt dabei eh nebensächlich, sprüht aber dafür vor schrillen Ideen.

Kinotipps
Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya [KINOTIPP]

Satirischer Blick auf Religion und verkrustete Rollenbilder

Kinotipps
Das Wunder von Marseille

Das Wunder von Marseille [KINOTIPP]

Geschichte des Schachweltmeisters Fahim Mohammad, der als Flüchtling aus Bangladesch nach Frankreich emigrierte

Kinotipps
Booksmart

Booksmart [KINOTIPP]

Zwei Bücherwürmer wollen am Ende ihrer Highschool-Zeit auch endlich einmal Spaß haben

Kinotipps
Lieber Antoine als gar keinen Ärger

Lieber Antoine als gar keinen Ärger [KINOTIPP]

Turbulent, schräg und lustig – diese französische Komödie steckt voller Direktheit, frischem Humor und macht vor allem Laune

Kinotipps
Last Christmas

Last Christmas [KINOTIPP]

Inspiriert von der Musik des verstorbenen Superstars George Michael entstand diese weihnachtliche RomCom

Kinotipps
Le Mans 66 - Gegen jede Chance

Le Mans 66 – Gegen jede Chance [KINOTIPP]

Der amerikanische Traum hatte sieben Liter Hubraum, acht Zylinder und nur einen Zweck: Ferrari beim größten Rennen der Welt zu ...