Konferenz der Tiere

Family, D 2010
Frech-fröhlicher Trickfilm

Frech-fröhlicher Trickfilm

Nach den liebenswerten Kinoauftritten von Urmel und seinen Zeitgenossen aus der Augsburger Puppenkiste nimmt sich das deutsche Trickfilmduo Reinhard Klooss und Holger Tappe in seinem jüngsten Animationsspaß "Konferenz der Tiere" einem ernsten Thema an: Durch die Umweltzerstörung, die in schmelzenden Gletschern und Öl verseuchten Küstenstrichen gipfelt, sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht.

Dieses ökologische Katastrophenszenario bildet die Rahmenhandlung für eine frech-fröhliche Trickfilmkomödie, in der die Tiere auf einer Konferenz beschließen, den Menschen nicht länger allein das Schicksal unseres Planeten anzuvertrauen. Die durstenden Kreaturen in der afrikanischen Savanne schlagen zurück, um an das lebenswichtige Wasser zu gelangen, das von einem gigantischen Staudamm eingeschlossen ist. Angeführt wird diese mutige Mission von einem tapferen, kleinen Erdmännchen, das die Zuneigung seines Sohnes zurückgewinnen möchte.

Die Inspiration zu dieser originellen Geschichte lieferte den Drehbuchautoren Klooss und Oliver Huzly der Literaturklassiker "Die Konferenz der Tiere", in dem Erich Kästner nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs die Utopie von einer friedlichen Welt entworfen hatte. Die Filmemacher benutzten dieses politische Manifest als dramaturgisches Gerüst für eine zeitgenössische Geschichte, in der die Zusammenhänge von Umweltzerstörung und Verschwendung natürlicher Ressourcen deutlich werden: Der Kampf um sauberes Trinkwasser hat begonnen. Ein schmächtiges, vorwitziges Erdmännchen buhlt im Okavango-Delta mit Büffeln und Nashörnern um das letzte Wasserloch.

Das Character-Design der großen und kleinen Helden und ihrer Gegenspieler erfolgte zunächst ganz klassisch mit Stift und Papier. Erst im zweiten Schritt wurden die zweidimensionalen Entwürfe aller Figuren des Films im Rechner digitalisiert. Um den tierischen Leinwandstars bereits frühzeitig Leben einzuhauchen, wurden die Stimmen der verschiedenen Sprecher wie Ralf Schmitz, Thomas Fritsch, Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka oder Oliver Kalkofe schon vor der Animation aufgenommen.

"Konferenz der Tiere" war von Anfang an im stereoskopischen 3D-Format geplant. Um dabei möglichst wirkungsvolle 3D-Effekte zu erzielen, wurden bereits in der Drehbuchphase Teile der Story an Spielorten wie Schluchten und Canyons angesiedelt. Bei der Produktion dieses 3D-Animationsfilms musste jedes der rund 130.000 Einzelbilder in doppelter Ausführung hergestellt werden; jeweils einmal für das linke und das rechte Auge. Für die digitalen Sets, Charaktere und Texturen wurde ein Datenvolumen von rund 100.000 Gigabyte benötigt. Aus diesem Material wurden Bilder für das Kino generiert, was einen gigantischen Rechenaufwand erforderte: Mehr als tausend 2,8 Gigahertz-Prozessoren waren über ein Jahr lang im Einsatz.

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