Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven

Drama/Romanze, USA/E/GB 2005
So ein Kreuzzug ist eine staubige Angelegenheit

So ein Kreuzzug ist eine staubige Angelegenheit

Ein Mann, ein Schwert, eine Mission. Nach dem oscargekrönten "Gladiator" und dem antiken Rom hat sich Regisseur Ridley Scott bei seinem neuen Blockbuster-Kandidaten "Königreich der Himmel" für Kreuzritter und das mittelalterliche Jerusalem entschieden.

Opulent sind die Bilder aus dem Orient, märchenhaft die Herrscherpaläste, riesig die Heere, die Scott mit digitaler Technik auf die Wüstenhügel zaubert. Allein 15.000 Kostüme wurden für den Film gefertigt. Um zu zeigen, wie blutig die Kreuzzüge waren, lässt Scott in den Schlachten die Knochen knacken und das Blut in Zeitlupe spritzen, was nicht jedermanns Sache ist. "Krieg ist Krieg", sagt der Regisseur. Die Wirklichkeit der Kreuzzüge sei noch viel grausamer gewesen. Er hat die Zeit zwischen dem zweiten und dritten Kreuzzug gewählt, als es einige Jahre der Toleranz gab. "Mich interessiert, warum das damals möglich war und heute nicht."

Das - nicht ganz leicht entwirrbare - Epos beginnt im Jahr 1186. Balian (Orlando Bloom), ein junger Schmied in Frankreich, hat Frau und Kind verloren, als Ritter Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) mit seinem Tross bei ihm auftaucht - er ist Balians Vater, wie sich herausstellt. Godfrey gewinnt Balian für den Kampf um das Heilige Land. Wenig später zückt der junge Ritter zum ersten Mal das Schwert. Seine Mission: den Frieden in Jerusalem wahren, was ihm nach überstandenen Intrigen und Schlachten auch gelingt.

Interessant ist, wie sich Scott um ein ausgewogenes Bild von Moslems und Christen bemüht. Der aktuelle Bezug ist offensichtlich, wo doch US-Präsident George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September von einem "Kreuzzug" gegen den Terror sprach. Die "New York Times" gab das Script Islamkennern schon zu lesen, bevor der Film überhaupt fertig war. Scott ist sich der Verantwortung bewusst, so dass in seinem Film kein pauschales Gut und Böse zu finden ist.

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