Kingsman - The Secret Service

Action/Abenteuer, GB 2014
Wird aus einem Kleinganoven ein Gentleman-Spion?

Wird aus einem Kleinganoven ein Gentleman-Spion?

Geheimdienste in den USA und Großbritannien sammeln ungehemmt Daten von Privatleuten - ein Szenario, das auch Stoff für eine mitreißende Action-Komödie ist. Colin Firth brilliert in Matthew Vaughns Komödie "Kingsman - The Secret Service".

Manchmal werden selbst absurd wirkende Drehbücher von der Wirklichkeit eingeholt: So wurde erst kürzlich bekannt, dass NSA und GCHQ, Geheimdienste aus den USA und Großbritannien, schon 2010 die Verschlüsselungscodes für Millionen von Mobiltelefonen gestohlen haben. So konnten sie Telefonate, SMS- und Datenverkehr überwachen.

In der amerikanisch-britischen Comic-Adaption "Kingsman - The Secret Service" spielt nun Samuel L. Jackson den lispelnden Internet-Milliardär Valentine, der mithilfe von SIM-Karten die Erde kontrollieren will. Da der Erzschurke kein Blut sehen kann, verschenkt er die Karten, die auf Knopfdruck Aggressionen hervorrufen und so die Gesellschaft von innen zerstören. Unterstützt wird der Bösewicht von seiner mörderischen Gehilfin Gazelle, die auf Beinprothesen aus Klingen durch den Film wirbelt.

Der sehr britische Gegenspieler dieses heimtückischen Duos ist Harry Hart - tadellos gekleidet und angeblich ein Schneider in der eleganten Londoner Savile Row; eine Rolle, die wie gemacht ist für Oscar-Preisträger Colin Firth. Doch Harry Hart ist in Wirklichkeit ein Mitglied der Spionageorganisation Kingsmen, einer modernen Bruderschaft.

Hart rekrutiert Eggsy, einen Taugenichts mit Potenzial, aus den Londoner Slums für das Elite-Trainingsprogramm der Kingsmen. Während Eggsy jedoch noch darum kämpft, das Auswahlverfahren zu überleben, plant Valentine bereits sein Massaker. Taron Egerton verkörpert augenzwinkernd, aber überzeugend Gary "Eggsy" Unwins Verwandlung vom ungehobelten Herumtreiber und Dieb zum Gentleman-Spion.

Für Regisseur Matthew Vaughn ("X-Man: First Class") ist "Kingsman" der zweite Ausflug in die Comicwelten von Mark Millar, dessen Buch "Kick Ass" er ebenfalls bereits verfilmt hat. Und wie "Kick-Ass" wurde "Kingsman" unabhängig finanziert und von Vaughns Firma Marv Films produziert. Damit umging der Regisseur die Sensibilitäten der großen Studios und musste sich in seiner Gewaltorgie (in wenigen Einstellungen explodieren wohl mehr als 200 Köpfe) nicht einschränken.

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