Killing Them Softly

Krimi/Drama, USA 2012
Brad Pitt als smarter Auftragskiller

Brad Pitt als smarter Auftragskiller

Wenn sich schon Profikiller über schlechte Bezahlung wegen der Wirtschaftskrise beschweren, kann es um ein Land und seine Gesellschaft nicht gut bestellt sein. Genau das thematisiert Andrew Dominik in seinem pechschwarzen Gangsterfilm "Killing Them Softly" mit einem gewohnt smarten Brad Pitt. Dieser agiert als Auftragskiller für ein Syndikat, bei dem alles aus den Fugen geraten ist.

Es ist ein Satz aus dem Munde von Brad Pitt, der für den ganzen Film steht: "Amerika ist kein Land. Es ist nur ein Business. Und das Business ist Verbrechen." Die Worte brechen aus dem Auftragskiller Jackie Cogan heraus, als er sein Honorar einfordert, sein Auftraggeber ihm aber verklickert, dass die Zeiten schlecht sind und die Bezahlung deswegen geringer ausfallen muss. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten regieren nicht mehr Chancengleichheit und Fairness, sondern knallharter Wirtschaftsdarwinismus, in dem sich jeder selbst der Nächste ist.

Die Geschichte nach dem in den 1970er Jahren erschienenen Roman "Cogan's Trade" von George V. Higgings handelt aber auch vom klassischen Mafia-Geschäft: Die unterbelichteten Gelegenheitsgangster Frankie und Russell überfallen im Auftrag eines Kleinmafiosi (Vincent Curatola) ein illegales Pokerspiel, das von der Mafia kontrolliert wird. Der Clou: Der Verdacht wird nie auf sie fallen, weil alle Welt glauben wird, dass Markie (Ray Liotta) dahinter steckt. Dieser gehört zum Syndikat und hat vor Jahren selbst sein eigenes Kartenspiel überfallen lassen. Der Coup gelingt zwar, doch gerät das komplette Syndikat aus den Fugen. Auftragskiller Cogan soll gemeinsam mit Mickey (James Gandolfini) den Überfall aufklären - bzw. die Schuldigen niederstrecken. Es kommen andere Vollstrecker, einstige Profikiller und jede Menge Drogen ins Spiel. Und bald weiß man nicht mehr, wer mit wem in wessen Auftrag agiert.

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