Justin Bieber: Never Say Never

Dokumentation, USA 2011

In TV und Kino finden: Jon Chu

Ein Star der heutigen Zeit

Ein Star der heutigen Zeit

Darauf haben viele Mädchen sehnsüchtig gewartet: Kurz nach seinem 17. Geburtstag gibt es Popstar Justin Bieber jetzt auf der Kinoleinwand. Der Film "Justin Bieber: Never Say Never" kommt am 11. März - einen Monat nach seinem US-Start - auch in Österreich ins Kino.

Er gilt als der jüngste Künstler mit einem Nummer-eins-Album in den US-Charts. Vor ihm hielt diesen Rekord Stevie Wonder - seit 1963. Bei Facebook hat Bieber mehr als 22 Millionen Fans, bei Twitter über sieben Millionen. Angeblich beschäftigt er sich jeden Tag zwei Stunden mit dem Kurzmitteilungsdienst. Er ist ein Popstar 2.0. Im Film sagen Fans, was sie am hübschen Justin mögen: "Sein Lächeln!", "Seine Haare!" Ein Mädchen sagt: "Ich denke 99 Prozent des Tages an ihn!" Achtung: Jetzt nicht in die uralte "Diese-Jugend-von-heute"-Falle tappen. Hysterie und Pilzkopf-Frisur - die Popgeschichte wiederholt sich. Die Beatles oder Take That lassen grüßen.

In einer Sequenz schüttelt Bieber ausführlich seine Fransenfrisur. Sein berühmter Tick: Leichtes Kopfdrehen, damit der Pony wieder locker-luftig über die Augenbrauen fällt. Vor ein paar Wochen, als der Film abgedreht war, hat sich Bieber seine Wuschel-Haare etwas kürzen lassen. Auch andere neueste Ereignisse kommen im Film gar nicht vor: Neuerdings heißt es, Disney-Serienstar Selena Gomez (18) sei jetzt seine Freundin. Im Film ist Bieber bieder Single. Der Film von Jon Chu ("Step Up 3D") springt zwischen Biebers ersten Auftritten in Kanada und seiner Tournee im Sommer 2010 hin und her. Zum Höhepunkt wird der Auftritt in New Yorks Riesen-Arena Madison Square Garden stilisiert. Also dort, wo sonst die ganz Großen auf der Bühne stehen wie die Rolling Stones oder U2. Kurz davor kränkelt Justin, seine Stimme versagt. Ist er rechtzeitig wieder fit?

Von den 105 Minuten nehmen die Konzertausschnitte nicht einmal die halbe Zeit ein. Doch bei diesen Bildern ist Justin Bieber zum Greifen nah, denn sie sind in 3D. Daneben gibt es immer wieder grobkörnige Bilder aus Kindertagen. Der 1994 geborene Bieber gehört zu einer Generation, deren Leben von Anfang auf Video festgehalten ist. In weiten Teilen geht es also recht zweidimensional zu. Es ist ein Blick in den Backstage-Bereich, wo sich Justin umzieht und rumalbert, das Team vor Konzerten aber auch gemeinsam betet. Sein Manager ist wie ein großer Bruder. Seine Stimm-Trainerin, mit der er viel Zeit verbringt, wie eine zweite Mama. Botschaft des Films, der das ideale Produkt für Fans ist: Justin ist ganz normal geblieben, trotz kreischender Mädchen und begeisterter Sprech-Chöre überall.

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