Julia

Thriller, F/USA/MEX/B 2008
Tilda Swinton in einer grenzwertigen Traumrolle

Tilda Swinton in einer grenzwertigen Traumrolle

Julia ist eine Trinkerin und notorische Lügnerin. Freunde hat die Mittvierzigerin kaum. Bei einem Treff der Anonymen Alkoholiker lernt sie Elena kennen. Die Mexikanerin bittet Julia darum, ihren beim schwerreichen Großvater lebenden Sohn Tom zu entführen. Der von Regisseur Eric Zonca rasant inszenierte Psychokrimi zeigt Oscar-Gewinnerin Tilda Swinton in einer schauspielerischen "Tour de Force".

Tilda Swinton ist "Julia", eine Säuferin, Amateurnutte und notorische Lügnerin. Permanent steckt sie in finanziellen Nöten. Da kommt es ihr durchaus recht, als Elena (Kate del Castello) sie bittet, ihren beim schwerreichen Großvater lebenden Sohn Tom (Aidan Gould) zu entführen. Das Lösegeld soll geteilt werden. Wieder einmal verzweifelt auf der Jagd nach Dollars, zieht Julia den Coup allein durch. Sie will die gesamte Summe für sich. Doch mit der Verzweiflungstat entfesselt sie geradezu einen Orkan brutaler Gewalt, der sich vor allem gegen sie selbst zu richten droht.

Uraufgeführt wurde der von Regisseur Eric Zonca rasant inszenierte Psychokrimi im Februar dieses Jahres im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Beim Berlinale-Publikum fand der Film ein geteiltes Echo. Die einen waren hingerissen von Tilda Swintons extrovertiertem Spiel, viele andere störte ihre mitunter fast exhibitionistisch anmutende Darstellung und empfanden diese als überzogen.

Für die 1960 geborene Tilda Swinton hat der an John Cassavetes' Thriller "Gloria" angelehnte Film neben der Erfüllung ihrer schauspielerischen Leidenschaft eine weitere wichtige Bedeutung, wie sie betonte: "Hier ist endlich wieder einmal ein Film entstanden, der beweist, dass eine Frau jenseits des Teenie-Alters die aufregende Hauptfigur in einem ernsthaften Spielfilm für das breite Publikum sein kann."

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