Jack und Jill

Komödie, USA 2011
Adam Sandler steht für Brachialhumor

Adam Sandler steht für Brachialhumor

Adam Sandlers neuester Film "Jack und Jill" setzt auf Brachialhunmor. Für die Komödie über ein eineiiges Zwillingspaar, das in Personalunion von Sandler gespielt wird, haben sich Stars wie Al Pacino und Johnny Depp verpflichten lassen. Ab Freitag (27. Jänner) läuft der Film in den heimischen Kinos.

Der Werber Jack Sadelstein und seine Frau Erin (Katie Holmes) bekommen alljährlich Besuch von Jacks nerviger, eineiiger Zwillingsschwester Jill. Dieses Mal verschaut sich allerdings Al Pacino (als Al Pacino) in den ungehobelten Trampel. Und da Jack diesen als Werbefigur für einen Spot braucht, versucht er, die beiden zu verkuppeln. Dies scheitert, bewirkt aber eine Annäherung der beiden streitenden Geschwister.

Der Humor des Films versucht sich in allen Registern der Brachialkomik. Jills Figur soll mit ungelenken Bewegungen, nerviger Stimme und Slapstick-Sketchen die Unterhaltungsmaschinerie des Films ankurbeln. Doch die Übertreibung erzeugt nur wenige Überraschungen. Die Pointen der Gags sind vorhersehbar: Etwa wenn die recht schwergewichtige Jill unbedingt Pony-Reiten will und das Pferdchen unter der Matrone zusammenbricht.

Die nicht unbedingt häufigen Lichtmomente des Films erzeugt der großartige Charaktermime Al Pacino, der sich in der Komödie selbst darstellt. Als Schauspiel-Star in einer Schaffenskrise hat er sich Jill - die Frau aus seinem New Yorker Heimatviertel Bronx - als neue Muse auserkoren. Zwar sind auch die für Pacino geschriebenen Szenen nicht überragend komisch, etwa wenn er sich bei einem Basketball-Spiel neben Johnny Depp setzt und dabei versucht, sich hinter einem falschen Rauschebart vor dem suchenden Objektiv der Star-Kamera, der sogenannten Celebrity-Cam, zu verstecken. Aber Pacino ist eine Klasse für sich, ihm zuzusehen ist niemals langweilig.

Ihm gebühren dann auch die Lorbeeren für die einzig wirklich sehenswerte Szene des Films, die im englischen Original längst auf der Video-Plattform "Youtube" im Internet Furore macht. Der Hollywood-Veteran lässt sich dazu überreden, einen Werbespot für einen neuen Cappuccino-Drink zu drehen, weil dieser seinem Namen ähnelt: Er soll "Dunkaccino" heißen. Dafür tanzt Pacino in einer wilden Rap-Choreographie durch das Café einer amerikanischen Donut-Kette.

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