Jack and the Giants

Abenteuer/Drama, USA 2013
Ein Trio für Gerechtigkeit und Liebe

Ein Trio für Gerechtigkeit und Liebe

Ein Bauernbursche steigt hinauf ins Reich der Riesen, um seine Prinzessin zu retten. Erfolgsregisseur Bryan Singer verwandelt mit viel Computereinsatz eine alte Mär in ein 3D-Spektakel. Ein durchwachsenes Vergnügen.

Für geschätzte 300 Millionen Dollar Produktions-und Werbekosten hat Regisseur Bryan Singer ("X-Men") ein altenglisches Märchen über grausame Riesen, die zwischen Himmel und Erde leben, zum 3D-Action-Spektakel aufgepeppt. Trotz des gigantischen Budgets und einer hochkarätigen Besetzung ist Singers Riesen-Epos nur passables Popcorn-Kino geworden. Genauso wie das Reich der Riesen zwischen Himmel und Erde schwebt, so pendelt auch Singers Film zwischen den Genres. Für einen Märchenfilm ist "Jack and the Giants" viel zu martialisch, humorlos und brutal, als Actionspektakel wiederum kommt die auf der uralten Legende "Jack and the Beanstalk" (Hans und die Bohnenranke) basierende Geschichte zu betulich und holzschnittartig daher. Am Startwochende konnte "Jack and the Giants" in den USA die Erwartungen nicht erfüllen und spielte nur 28 Millionen Dollar (etwa 21,5 Millionen Euro) ein.

Singers Film erzählt die wundersame Mär vom armen Bauernburschen Jack (Nicholas Hoult), der für eine Handvoll magischer Bohnen seinen weißen Gaul verscherbelt. Gerade als der herzensgute Jack die wunderschöne Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) näher kennenlernt, entfalten die Bohnen ihre unheilvolle Wirkung, sprießen als Riesenbäume bis in die Wolken und transportieren die Prinzessin ins Reich der bösen Riesen. Unter der Führung des tapferen Palastwächters Elmont (Ewan McGregor) und des intriganten Lord Roderick (Stanley Tucci) macht Jack sich auf eine Expedition ins Wolkenreich Gantua, um seine Liebste aus den Klauen der Unholde zu befreien.

Der britische Jungstar Nicholas Hoult ("Warm Bodies"; "A Single Man") glänzt als romantischer, leider eindimensionaler Held, Ewan McGregor gibt den unverzagten Kämpfer, Stanley Tucci ist ein hinreißend verdorbener Schurke, und Bill Nighy sorgt für Schmunzeln als putziger General mit Monokel. Ganz am Ende erlaubt sich der Film noch einen ironischen Schlenker ins London der Gegenwart.

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