Insidious

Horror/Thriller, USA 2010
Unheimliches steht an

Unheimliches steht an

In "Insidious" erzählt "Saw"-Schöpfer James Wan von paranormalen Erscheinungen und einer jungen, verängstigten Familie. Und verzichtet dabei auf allzu platte oder blutige Horror-Effekte.

Umzüge gehen im Horror-Genre gern mal mit bösen Überraschungen einher. Bei "Insidious", dem Horror-Hit aus den USA, gerät der Traum einer jungen Familie vom neuen Eigenheim zum unheimlichen Alptraum. Die Hauptrollen werden gespielt von Patrick Wilson ("Watchmen - Die Wächter") sowie Rose Byrne ("Troja"). Regisseur James Wan und Drehbuchautor Leigh Whannell machten bisher vor allem mit den blutigen Splatter-Streifen der "Saw"-Reihe auf sich aufmerksam. In den USA spielte "Insidious" bereits über 50 Millionen Dollar (rund 35,5 Millionen Euro) ein.

Voller Erwartung beziehen Josh Lambert und seine Frau Renai ein schmuckes, wenn auch schon leicht betagtes Haus. Er arbeitet als Lehrer, sie verdingt sich als Komponistin, drei Kinder haben die beiden zusammen, man ist glücklich. Bis zu dem Unfall, in dessen Folge Sohn Dalton in ein rätselhaftes Koma fällt. Kein Arzt kann dem Achtjährigen helfen, Renai fühlt sich immer unwohler im neuen Haus, die mysteriösen Vorfälle häufen sich. Ein erneuter Umzug soll endlich Ruhe bringen; allmählich aber schwant der völlig überforderten Familie, dass es nicht das Haus ist, das besessen ist.

"Insidious" wartet mit klassischen Versatzstücken des Horrorfilm-Genres auf: das unheimliche, vermeintlich verfluchte Geisterhaus, das besessene Kind, die Angst vor Dunkelheit, knarrende Türen, paranormale Erscheinungen. Und doch unterscheidet sich der Gruselfilm von vielen seiner Vorgänger. Regisseur Wan verzichtet auf Blut und Innereien. Setzt stattdessen auf subtilere Effekte. Etwa den sehr beeindruckenden und beängstigenden Score. Die musikalische Untermalung erinnert denn auch ein wenig an die Klasse von Horror-Ikonen wie etwa "Der Exorzist" von 1973.

Zudem versuchen es Wan und Skriptautor Whannell mit Humor: Eine Geisterjägerin soll der Familie helfen, die beiden Assistenten sind fast bis zur Lächerlichkeit überzeichnet. Der Versuch zwar, Humor und Horror zu vermählen, geht nur teilweise auf. Das junge Ehepaar derweil wird überzeugend dargestellt von Patrick Wilson und Rose Byrne, wobei man vor allem ihr - Byrne ist gerade auch in "Brautalarm" sowie "X-Men: Erste Entscheidung" zu sehen - die besorgte Mutter abnimmt.

Der recht große Erfolg von "Insidious" in den Vereinigten Staaten und das Ende des Films sprechen schließlich dafür, dass Horror-Fans wohl mit einem Sequel werden rechnen können.

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