In 3 Tagen bist du tot 2

Horror/Thriller, A 2008
Der Schrecken lauert auf der Almhütte

Der Schrecken lauert auf der Almhütte

Rund 85.000 Kinobesucher hat "In 3 Tagen bist du tot" als erfolgreichster österreichischer Film des Jahres 2006 verzeichnet - und Regisseur Andreas Prochaska hatte den Beweis erbracht, dass das Horror-Genre seinen Schrecken auch im Salzkammergut verbreiten kann. Nun kommt der zweite Teil ins Kino und Hauptdarstellerin Sabrina Reiter verschlägt es in die Tiroler Berge.

"Das Schlimmste ist, wenn man ein Sequel macht, und das ist dann nur ein lauer Aufguss", konstatierte Prochaska im Interview mit der APA. Und davon kann tatsächlich keine Rede sein. Während damals fünf Jugendliche in Ebensee einem wahnsinnigen Psychopathen zu entkommen versuchten, baut sich der Horror für Nina (Reiter) diesmal in der Tiroler Bergwelt auf. Dorthin wird sie im Traum von ihrer Freundin Mona (Julia Rosa Stöckl) gerufen, die den ersten Teil schwer verletzt überlebte. Die Bewohner des verschneiten Bergdorfes begegnen ihr distanziert, aber der wahre Schrecken lauert auf einer entlegenen Almhütte.

Beim ersten Teil, so Prochaska, habe er ohnehin nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er die österreichische Version eines amerikanischen Teenie-Slashers drehen wollte. "Beim zweiten Film habe ich versucht, mich von allen Einflüssen freizuspielen." Wobei man schon Parallelen zu "Texas Chainsaw Massacre" oder ähnlichen Hinterweltler-Filmen entdecken kann.

"In Locarno gab es viel Szenenapplaus, die Leute haben geschrien - das ist schon geil inmitten von 8.000 Leuten auf der Piazza Grande", gab Sabrina Reiter im APA-Gespräch zu, die nach dem ersten Teil als "Shooting Star" zur Berlinale eingeladen worden war. Die internationale Filmkritik, angefangen beim US-Blatt "Variety", war voll des Lobes für den zweiten Teil. Wunderschönes verschneites Alpenpanorama, versetzt mit blutigen Horrorszenen, die keinen Vergleich mit großen US-Produktionen scheuen müssen, dazu griffige Wendungen, viel Lokalkolorit und eine starke schauspielerische Leistung. Vor allem von Reiter, die drei Monate vor Drehbeginn ihr erstes Kind bekam, und das Baby immer am Drehort dabei hatte.

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