In 3 Tagen bist du tot

Horror/Thriller, A 2006
Austroschocker von Andreas Prohaska

Austroschocker von Andreas Prohaska

Warum soll Hollywood ein Monopol auf Horror haben? Erschrecken kann man die Leute schließlich auch in Österreich. Am Anfang aller Gänsehaut stand eine gute Idee: "Ich wollte etwas machen, was bei uns in der Form noch keiner gemacht hat," erzählt Andreas Prochaska, Regisseur, Drehbuchautor und Mastermind des Austroschockers "In 3 Tagen bist du tot".

"Mein Konzept war ein Horrorfilm, der international spannend ist, aber in Österreich seine Erdung hat. Wie wenn der Ostbahn Kurti Songs von Bruce Springsteen singt: Man kennt zwar die Melodie, aber es ist trotzdem etwas sehr eigenes, was dabei raus kommt."

Ein kleiner Ort an einem malerischen See im Salzkammergut. Vorsaison. Bald werden die ersten Fremden kommen. Noch liegt Ruhe über dem Wasser. Aber die Idylle täuscht. Eben hat der Tag begonnen. Ein 18jähriges Mädchen taucht zwischen den Bäumen auf. Sie blutet aus vielen Wunden. Kann kaum noch auf den Beinen stehen. Schleppt sich mit letzter Kraft durch den Wald. Als sie das Polizeiauto sieht, bricht sie zusammen. Der Polizist beugt sich tief über ihr Gesicht. Er hört einen Namen. Dann rennt er los.

Nina (Sabrina Reiter), Martin (Laurence Rupp), Mona (Julia Rosa Stöckl), Alex (Nadja Vogel) und Clemens (Michael Steinocher) haben schon als Kinder zusammen gespielt. Vor drei Tagen haben sie die Matura bestanden. Alle fünf. Am Abend war Party angesagt. Damit begann der Schrecken. Jeder aus der Clique hat eine SMS bekommen, die seinen baldigen Tod ankündigt. Mittlerweile glaubt keiner mehr an einen makabren Witz. Angst und Entsetzen machen sich breit. Es geht ums nackte Überleben. Nina hat das Gesicht des Mörders gesehen. Eine fahle, bleiche Fratze des Bösen. Nina kennt dieses Gesicht. Nur woher? Es muss irgendein Geheimnis geben, dass die fünf Jugendlichen untrennbar miteinander verbindet. Ein dunkler Flecken in der Vergangenheit, der die Clique ins Fadenkreuz eines Psychopathen stellt.

Nach der Schule fängt der Ernst des Lebens an. Allerdings für manche mit weit mehr Wucht als erwartet. In 3 Tagen bist du tot ist die rundum geglückte Voralpen-Version von US-Teenie-Horror. "Ich wollte die Leute vor der eigenen Haustür abzuholen", sagt Andreas Prohaska. "Bei einem amerikanischen Horrorfilm bleibt immer eine gewisse Distanz, weil das nicht die Leute sind, die man kennt." Hier kennt man die Leute. Typische Teenager von nebenan. Junge österreichische Schauspieler, die besonders durch ihre absolute Natürlichkeit eine beeindruckende Leistung bieten. Man möchte mit ihnen sofort auf ein Bier gehen. Falls sie den Film überleben.

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