Im Bazar der Geschlechter

Dokumentation, IR/A 2009
Die Zeit-Ehe ist schiitische Tradition

Die Zeit-Ehe ist schiitische Tradition

Der heutige Iran ist geprägt von einer zerrissenen Gesellschaft, gekennzeichnet von Paradoxien und Doppelmoral - wie etwa die sogenannte Ehe auf Zeit deutlich macht. Diese schiitische Praxis, bei der ein Mann und eine Frau eine vor Gott und dem Gesetz anerkannte Ehe eingehen dürfen, die von einer Stunde bis 99 Jahre dauern kann, wird in "Im Bazar der Geschlechter" von Sudabeh Morteza hinterfragt.

Und auch die weitreichenden individuellen und politischen Folgen werden in dem Dokumentarfilm der iranischen Regisseurin ausführlich behandelt. Eine geschiedene alleinerziehende Mutter, ein einsamer Junggeselle und ein junger Mullah sind die Protagonisten des intimen Einblicks in Geschlechterbeziehungen im Iran. Die Tradition der Zeit-Ehe, auch Lust-Ehe genannt, kann als Schlupfloch für Paare bezeichnet werden, um eine Beziehung innerhalb des repressiven Rechts der Islamischen Republik Iran zu leben, als legalisierte Prostitution.

Hier trifft religiöses Dogma auf Macho-Sentimentalität und weibliche Lebensrealität. Eine schonungslos ehrliche, kritische und bisweilen eine humorvolle Auseinandersetzung mit der islamisch geprägten Sexualpolitik.

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