I Killed My Mother

Drama, CDN 2009
Mehr Hass denn Liebe

Mehr Hass denn Liebe

"Für die meisten Menschen ist es eine Sünde, ihre Mutter zu hassen. Das sind für mich Heuchler". Klare Worte, die der 17-Jährige Hubert im Film "I Killed My Mother" findet. Er verabscheut seine Mutter. Und der Schüler ist eben mitten in der Pubertät.

Es ist der Debütfilm des kanadischen Wunderkindes Xavier Dolan, der "I Killed My Mother" mit 17-Jahren schrieb, mit 19 Jahren drehte und damit zahlreiche internationalen Festivals eroberte. Vielleicht ist es auch die Nähe des Alters von Regisseur und Protagonist, dass der Film so authentisch wirkt. Hubert und seine Mutter liefern sich ein Schreiduell nach dem anderen. Er ist 16, lebt in Montreal, und er hasst seine ihn allein erziehende Mutter Chantal (Anne Dorval) mit einer Verachtung, wie sie andere nur für Terroristen oder Welpenmörder übrig haben. Die Frau ekelt ihn an. Denn täglich bereitet sie ihm infernalische Qualen: mit ihren kitschigen Schmetterlingsskulpturen, die an der Wand über ihrem Bett kleben. Kein Wunder, dass er in der Schule behauptet sie sei tot und zu schreien beginnt, wenn sie ihn in die Schule bringen will. Kein Wunder, dass sie nur zufällig und nebenbei erfährt, dass ihr Sohn schwul ist. So ist der Alptraum Pubertät eben, und Regisseur und Autor Xavier Dolan verfilmt ihn mit einem tiefen Verständnis für seinen jungen Helden, aber auch gerade mit genügend Distanz und Ironie, dass Erwachsene sich nicht ausgeschlossen fühlen müssen.

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