I'm still here

Dokumentation, USA 2010
Die Rolle seines Lebens

Die Rolle seines Lebens

"Ich will die Rolle des Joaquin nicht länger spielen", meinte Joaquin Phoenix im Herbst 2008 und kündigte seinen Rückzug aus der Filmbranche an. Dass der Hollywoodstar in den kommenden zwei Jahren die Rolle seines Lebens spielen würde, dachte damals noch keiner. Nach Erscheinen von "I'm still here" lüftete sich das Geheimnis: Ja, der fluchende, aggressive Phoenix ist nur gespielt - und das gut.

Ein Aufschrei ging durch die Medien, als der Schauspieler, der mit der Verkörperung von Country-Legende Johnny Cash in "Walk the Line" seinen Durchbruch gefeiert hatte, sich als Rapper präsentierte. Erst als sein Schwager Casey Affleck bekannt gab, das Ganze für eine Doku filmisch festhalten zu wollen, wurden Gerüchte um einen PR-Gag laut. Mit einer Kapuze über den Kopf, die wilde Mähne und den Vollbart verdeckt, steht Joaquin Phoenix vor seinem Haus, auf einem Hügel mit Blick über Los Angeles. Er will seine Geschichte erzählen, seine Kindheit aufarbeiten, mit Hollywood abrechnen - und das als Rapper.

Er ist dabei, wenn Phoenix ausrastet, seine engsten Vertrauten und Mitarbeiter wüst beschimpft. Aber auch wenn er verzweifelt und frustriert zusammenknickt, gedemütigt von den Medien, die ihn als Witz bezeichnen, und abgelehnt von Rap-Mogul P. Diddy, der eigentlich sein Hip-Hop-Album produzieren sollte. Wir sehen Phoenix' misslungene Gigs in Clubs, bei denen er ausgebuht wird, und den legendären Auftritt bei US-Talkmaster David Letterman, der um die Welt ging. Knapp eineinhalb Jahre später sitzt Phoenix wieder bei David Letterman, um "I'm still here" zu promoten - und es als Mockumentary, als Fake-Doku, zu entlarven. Er wollte einen Film drehen, der die Beziehung zwischen den Medien, den Konsumenten und den Stars ergründet, sagt er. "Und wir wollten, dass es authentisch aussieht."

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