Hotel

Drama/ , A/D 2004
Ein Horrorfilm der anderen Art

Ein Horrorfilm der anderen Art

Eine Mischung aus moderner Adaption von Grimms gruseligen Märchen und durchgestylter Weiterentwicklung von "Blair Witch Project" - so könnte man die ersten Eindrücke zusammenfassen nach dem Sehen von Jessica Hausners "Hotel". Die 31-jährige Wienerin hat ihr Vorhaben, einen Horrorfilm der anderen Art zu drehen, konsequent verwirklicht.

Hausner verzichtet darauf, dem Entsetzen Namen und Gestalt zu geben. Es sind ganz normale Räume, die erst durch die Art ihrer filmischen Repräsentation ihr unbehagliches Potenzial entfalten: Hotelgänge und Waldwege sind die Routen, auf denen sich die Hauptdarstellerin Franziska Weisz in in diffusen Ängsten verirrt.

Die junge Rezeptionistin Irene arbeitet in einem einsamen Berghotel und kommt rasch dahinter, dass ihre Vorgängerin unter ungeklärten Umständen verschwunden ist. Da die Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten unterkühlt ist, bleibt Irene mit ihren Ängsten alleine. Hausener vertraut vertraut auf perfektes Handwerk und filmhistorische Anspielungen (Hitchcock, Kubrick). Die strikt geometrisch gewählten Bildausschnitte, der irritierende Ton und ein gekonnter Umgang mit dem Spiel von Licht und Dunkelheit tun ihr Übriges.

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