Horst Buchholz...mein Papa

/ , D 2005
Christopher Buchholz auf Spurensuche

Christopher Buchholz auf Spurensuche

"Er hat nie geredet" sagt Christopher Buchholz über seinen berühmten Vater. Zwei Jahre lang hat Christopher Horst Buchholz mit der Kamera begleitet, um "ihn zum Sprechen zu bringen". Das Ergebnis ist ein sehr persönliches und emotionales Porträt, das tiefe Einblicke in das Leben des Stars und seiner Familie gibt.

Christopher Buchholz, der Erzähler, betritt zu Beginn des Films die leere Wohnung seines Vaters. Im Lauf seiner zwei Jahre dauernden Spurensuche zeichnet er stundenlange Gespräche mit einer DVCam-Kamera auf, versucht den Vater mit den Widersprüchen seines Lebens zu konfrontieren. Meistens war der Sohn mit dem Vater alleine. Zu Wort kommen in der Dokumentation von Christopher Buchholz und Co-Regisseurin Sandra Hacker aber auch die engsten Familienangehörigen, wie Horsts Schwester Heidi, seine Kinder Beatrice und Christopher und natürlich Myriam Buchholz Bru, seine Ehefrau.

"Er war ein heiliges Monster, ein Monster im Leben, aber ein unwiderstehliches Monster", bringt Myriam die Widersprüchlichkeit des Weltstars auf den Punkt. Bei Dreharbeiten zu "Die Auferstehung" lernen sich die beiden Schauspieler Ende der 50er Jahre kennen. Horst Buchholz ist fest entschlossen Myriam zu heiraten, die nach einigem Zögern annimmt. "Jetzt werden Sie Mutter", soll er zu ihr gesagt haben, und so verzichtet Myriam auf ihre eigene Karriere und wird zum Halt der gesamten Familie.

Horst Buchholz selbst redet vor der Kamera zwar, doch kommt die Sprache auf für ihn unangenehme Dinge, wie seine Beziehungen zu Männern, beendet er das Gespräch abrupt. So muss Christopher erzählen, wie der Vater mit 50 die Familie verlassen hat, um mit einem Mann zu leben. Auch seine Alkoholsucht leugnet er vor der Kamera. Eine Einlieferung in eine Klinik erklärt er damit, dass er "einige Kilos zunehmen musste". Es bedarf allerdings auch keiner Erklärung, die Kamera zeigt einen gezeichneten Horst Buchholz, der aufgegeben hat. "Es ist alles wie ein Déja Vu, immer das Gleiche" resümiert der einstige Weltstar.

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