Historias Minimas

Komödie/Drama, RA/E 2002
Stilles Roadmovie in Süd-Patagonien

Stilles Roadmovie in Süd-Patagonien

Tausende Kilometer südlich von Buenos Aires reisen drei Menschen auf den staubigen Straßen Süd-Patagoniens. Jeder ist für sich alleine unterwegs, aber im Laufe ihrer Reise kreuzen sich in "Historias Minimas" ihre Wege, und ebenso überschneiden sich ihre Geschichten.

Die Handlung ist schnell erzählt. Durch die staubige Steppe Patagoniens winden sich lange, bucklige Asphaltpisten. Auf diesen argentinischen Highways reisen ein alter Mann (Antonio Benedictis) auf der Suche nach seinem vor Jahren entlaufenen Hund. Ein Handlungsreisender (Javier Lombardo) ist mit einer Torte unterwegs, mit der er eine Kundin ködern möchte. Eine arme junge Frau (Javiera Bravo) hat sich ebenfalls auf den Weg gemacht, zu einem Fernsehsender, sie hat eine Küchenmaschine gewonnen.

Regisseur Carlos Sorin macht aus diesem Grundgerüst - viel mehr hat Drehbuchautor Pablo Solarz angeblich nicht festgelegt - ein poetisches, langsames Roadmovie. Die Landschaft spricht großteils für sich und für die Menschen, die sich in ihr langsam und bescheiden ihren Weg bahnen. Zufällig treffen die Hauptfiguren aufeinander, erzählen vom Leben und gehen einen Stück des Weges gemeinsam. Ein kleines Meisterwerk ohne Lärm und ohne Doppelbödigkeiten, wie man sie in letzter Zeit von südamerikanischen Filmen gewohnt war. Für den ehemaligen Werbefilmer Sorin gab es dafür beim Filmfestival in San Sebastian den Spezialpreis der Jury und den Preis der internationalen Filmkritik.

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