Hilde

Drama/Musikfilm, D 2009
Heike Makatsch als Hildegard Knef

Heike Makatsch als Hildegard Knef

Heike Makatsch spielt in dem Film "Hilde" von Regisseur Kai Wessel ("Die Flucht") den deutschen Nachkriegsstar Hildegard Knef (1925-2002). Erzählt wird von den Höhen und Tiefen im Leben der legendären Berliner Theater- und Filmschauspielerin ("Die Sünderin"), Chansonsängerin ("Für mich soll's rote Rosen regnen") und Schriftstellerin ("Der geschenkte Gaul").

Hildegard Knef war bereits eine Ikone zu Lebzeiten. Dramen und Skandale rankten sich um ihr Leben. Die Knef geht einen langen Weg, bis sie zu sich selbst findet. Aus ärmlichen familiären Verhältnissen gelingt ihr der Sprung ins Showbusiness, doch im Krieg zählt nur noch das blanke Überleben. Nach Filmerfolgen und skandalumwitterten Auftritten, nach zahlreichen Männern und einer Hass-Liebe mit dem deutschen Publikum muss die Kämpfernatur erkennen, dass manchmal andere Dinge zählen als der Ruhm.

"Für mich soll's rote Rosen regnen" und "Der geschenkte Gaul" sind zwei der vielleicht wichtigsten Stichworte und Schlaglichter im Leben der "letzten deutschen Diva" mit Hollywood- und Broadway-Erfahrung, die über sich selbst einmal sagte, "ich habe nur gelernt zu überleben, nie zu leben". Und dass Rosen auch Dornen haben, das hat "Hildchen", wie die älteren Berliner sie liebevoll nannten, nicht zu knapp zu spüren bekommen, schwere Krankheiten und private Turbulenzen eingeschlossen.

Heike Makatsch ist der Trumpf des Films. Sie hat nach "Margarete Steiff" in dem Film ihre bisher wohl überzeugendste darstellerische Leistung geboten. Die vielfach ausgezeichnete Makatsch, die im Film der Knef zum Verwechseln ähnlich sieht, singt auch alle Knef-Lieder selbst. Dafür hat sie ein Jahr lang Gesangsunterricht genommen. Knefs letzter Ehemann Paul von Schell fungierte als Berater. Die Filmbiografie wurde im Februar auf der Berlinale mit stürmischem Beifall aufgenommen.  

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