Hierankl

Krimi/Drama, D 2003
Familientragödie auf einsamem Gehöft

Familientragödie auf einsamem Gehöft

Der Heimatfilm abseits von Lederhosen-Klischees steht bei jungen deutschen Filmemachern wieder hoch im Kurs. In "Hierankl" erzählt der Münchner Nachwuchsregisseur Hans Steinbichler die Familientragödie auf einem einsamen Gehöft am Rande der Alpen.

Die junge Frau Lene kehrt nach Jahren zurück nach Hierankl. Am 60. Geburtstag ihres Vaters Lukas kommen die Lebenslügen von Lenes Eltern ans Licht - Lenes wirklicher Vater ist ihr Liebhaber, ein Jugendfreund von Lukas. Lene wird das Opfer ihrer eigenen Familie. Mit Johanna Wokalek, Barbara Sukowa und Josef Bierbichler ist der Film hochkarätig besetzt. "Ich wollte zeigen, dass Heimatfilm nichts mit Folklore zu tun hat", sagt der 33 Jahre alte Steinbichler.

Der Absolvent der Münchner Filmhochschule stammt selbst vom Chiemsee. "Ich kenne alles aus der Geschichte, aber nichts ist wirklich aus meiner Biografie." Er sei ein "Schollenmensch", sagt Steinbichler. Einer, der "wahnsinnig interessiert" sei an Familie und an den Abgründen, die sich darin auftun. Und über das Motiv Familie kann sich seiner Meinung nach auch der Zuschauer im Film wiederfinden, der nicht mit dem Blick auf die Alpen groß geworden ist. Steinbichlers Vorbild ist der spanische Filmemacher Pedro Almodovar - er sei ein "Meister des regionalen Kino".

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