Hidalgo. 3000 Meilen zum Ruhm

Action/Drama, USA 2004
Western-Wrack Mortensen (r.) in Saudiarabien

Western-Wrack Mortensen (r.) in Saudiarabien

Als Spezialist für visuelle Effekte hat Regisseur Joe Johnston schon einen Oscar gewinnen können ("Jäger des verlorenen Schatzes"). Held seines neuen Abenteuers "Hidalgo. 3000 Meilen zum Ruhm" ist das Pferd Hidalgo, das seinen Herren Frank T. Hopkins (Viggo Mortensen) als ersten ans Ziel bringen soll.

Es geht um den Sieg bei dem gefährlichen 3000-Meilen-Rennen "Ocean of Fire" zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Saudi Arabien. Frank, der sich nach den Schlachten gegen die Indianer nur noch im Alkoholrausch erträgt, verdient sein Geld als Kurierreiter und schließt sich dann der Western-Show von Buffalo Bill (J.K. Simmons) an. Dort stößt er auf Scheich Riyadh (Omar Sharif), der ihn zur Reise nach Saudi Arabien einlädt.

Auf einer wahren Begebenheit beruht dieser historische Abenteuerfilm aus dem Hause Disney, und ist eigentlich der perfekte Plot für ein packendes Kino-Epos,. Ein Amerikaner, der sich in einer fremden Kultur bewährt, dieses Konzept wurde zuletzt erst in "The Last Samurai" mit Erfolg angewendet. Regisseur Johnston gelingt es allerdings nicht, das überzeugend auf die Leinwand zu bringen.

Zu oft tritt die eher unsentimentale Geschichte auf der Stelle. Hier fehlt Johnston das Gespür für einen perfekten Erzählrhythmus, so dass vieles nicht ganz so aufregend oder tiefgründig wirkt wie beabsichtigt. Wenn das Pferd Hidalgo dazu noch menschliche Regungen zeigen darf, wird man stets daran erinnert, sich in einem Disney-Film zu befinden.

Überzeugend sind dagegen die Bildkompositionen in "Hidalgo". Sieht man einmal von einem offensichtlich am Computer generierten Sandsturm ab, verlässt sich Effektspezialist Johnston wohltuend auf die Wirkung der überwältigenden Landschaftaufnahmen. Auch in den Rennsequenzen gelingen ihm packende Momente.

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