Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan

Komödie/Family, D/E/A 2011
Lilli geht auf 'Die Reise nach Mandolan'

Lilli geht auf 'Die Reise nach Mandolan'

"Hexe Lilli" zaubert wieder: Nachdem die erste Verfilmung aus der gleichnamigen Kinderbuch-Reihe des deutschen Autors Knister 2009 allein in Österreich 174.000 Besucher in die Kinos lockte, startet nun Teil zwei. Dieses Mal wagt sich Rotschopf Lilli auf "Die Reise nach Mandolan". Die Regie übernahm nach Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky ("Die Fälscher") nun Harald Sicheritz ("Poppitz").

Lilli (Alina Freund) muss sich schnell von der kleinen Neo-Hexe zur erfahrenen Zauberspruch-Meisterin mausern: Hatte sie in "Der Drache und das magische Buch" einzig die Aufgabe, ihr magisches Buch vor einem bösartigen Zauberer zu verteidigen, liegt nun das Schicksal eines gesamten Königreichs in ihren Händen. Denn als Guliman, nach eigenen Angaben Großwesir des orientalischen Königreichs Mandolan, und sein Magier ohne magische Fähigkeiten, Abrasch, die Hexe wegen eines mit einem Fluch belegten Königsthrons zu Hilfe rufen, merkt Lilli schnell, dass da was faul ist. Tatsächlich hat Guliman den wahren König Mandolans, Nandi, auf einer Insel eingesperrt und will nun den Königsthron für sich beanspruchen. Doch der ist mit einem Zauberspruch belegt, der ebendies verhindert. Gemeinsam mit dem tollpatschigen Drachen Hektor (gesprochen von Michael Mittermeier) und dem neu gewonnenen Freund Musa liegt es an Lilli, dem aufgebrachten Volk seinen wahren König zurückzuholen. Auf dem Weg dorthin reitet sie einen indischen Elefanten, tanzt im Bollywood-Stil und überquert den giftigen See zur von Affen bewohnten "verbotenen Stadt".

Die 9,6-Mio.-Euro-teure europäische Produktion sieht es als Ziel, Kindern fremde Kulturen näher zu bringen und spielt fast zur Gänze im in Indien gedrehten, frei erfundenen Königreich Mandolan. Doch genau da hakt es: Während Lillis Weggefährte Musa authentisch vom indischen "Slumdog Millionär"-Schauspieler Tanay Chheda gespielt wird und ein tatsächliches Bollywood-Ensemble einzelne Tanzszenen umsetzt, müssen für die weiteren orientalischen Protagonisten deutsche Schauspieler mit dunkler Schminke herhalten. Die Zielgruppe des Films wird das vermutlich ebenso wenig stören wie die Tatsache, dass der Name "Harald Sicheritz" im Abspann das einzig Österreichische am Kinderfilm ist. War im von Stefan Ruzowitzky inszenierten ersten Teil noch österreichische Prominenz von Erwin Steinhauer bis Karl Markovics vertreten, wird dieses Mal gänzlich mit deutscher Besetzung gezaubert.

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