Hercules

Action/Abenteuer, USA 2014
Dwayne "The Rock" Johnson mimt Hercules

Dwayne "The Rock" Johnson mimt Hercules

Halb Mensch, halb Gott, halb Film: Der Mythos um Herkules ist ein beliebtes Motiv in Hollywood, doch selten noch ist der Sohn von Zeus so augenzwinkernd und ironisch porträtiert worden wie in der neuen Version von Regisseur Brett Ratner. "Hercules" ist, wenn man so will, ein klassisches B-Movie in 3D.

Dwayne "The Rock" Johnson trägt als "Hercules" eine Langhaarperücke und kämpft mit neunköpfigen Schlangen, riesigen Löwen und viel zu vielen Gegnern - und wenn es sein muss, schmeißt er auch mal ein Pferd nach ihnen. Dass sich das Muskelpaket dabei nicht so ernst nimmt, wie es schon die Comicvorlage von Steve Moore vorsieht, und die Action dennoch nicht zu kurz kommt, macht den Film zu einem über weite Strecken unterhaltsamen Special-Effects-Spektakel.

In "Hercules" ist der griechische Held kein Übermensch, sondern weiß vor allem, wie er sich - gemeinsam mit seinen Helfern - gut verkaufen kann. Mit dem Propheten Amphiaraus (Ian McShane), dem Messerwerfer Autolycus (Rufus Sewell), der Amazone Atalanta (Ingrid Bolsö Berdal) und dem Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie) lässt er sich von König Cotys (John Hurt) für die Schlacht um Thrakien engagieren - doch Cotys spielt ein doppeltes Spiel, wie Herkules schmerzhaft erfahren muss.

Dass der allzu menschliche Halbgott auch ein großes Trauma mit sich schleppt, ist für das Heldenepos ebenso selbstredend wie das bombastische Setting oder die schönen Frauen, die sich zahlreich um den imposanten Kerl scharen. Das russische Model Irina Shayk, Freundin von Fußballer Cristiano Ronaldo, spielt zum Beispiel die schöne Ehefrau des Helden. Und die schwedische Newcomerin Rebecca Ferguson (auch in "Mission: Impossible 5") mimt die Tochter von König Cotys, die sich mit Herkules verbündet.

Brett Ratner hat mit seiner Adaption des Stoffes vieles richtig gemacht: Die Kampfszenen sind eindrucksvoll, der augenzwinkernde Gestus funktioniert meistens und "The Rock" wirkt mit seinem Löwenfell am Kopf richtig sympathisch. Es gab schon schlechter investierte knapp 100 Minuten, die man im Sandalenkino verbringen konnte.

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