Her

Drama/Romanze, USA 2013
Theo ist nicht allein - er hat sein Betriebssystem

Theo ist nicht allein - er hat sein Betriebssystem

Ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem Ghostwriter und einer computergenerierten Stimme: In Spike Jonzes Drama "Her" überzeugt der großartige Joaquin Phoenix als Melancholiker, der den Einflüsterungen von Scarlett Johansson nicht widerstehen kann.

Phoenix spielt den melancholischen Tagträumer Theodore Twombly, der in Los Angeles in einer nicht weiter datierten Zukunft als Ghostwriter in einer Agentur arbeitet. Er schreibt sehr persönlich und einfühlsam gefärbte Briefe für Leute, die diese Form der zwischenmenschlichen Kommunikation längst verlernt haben. Dabei entpuppt sich Twombly selbst als einsamer Grübler, der schwer unter der Trennung von seiner Ehefrau Catherine (Rooney Mara) leidet und lediglich spärliche Kontakte zu seinem Kollegen Paul (Chris Pratt) und seiner Freundin Amy (Amy Adams) pflegt.

Als Theodore ein neues Betriebssystem für seinen Computer installiert, das mit einer weiblichen Stimme namens Samantha (Scarlett Johansson) ausgestattet ist, ändert sich das Leben des Phlegmatikers von Grund auf. Samantha ordnet nicht nur Theodores Mails, sondern wird für ihn zur Ansprechpartnerin, humorvollen Vertrauten und engen Freundin, die lernfähig ist und alles über ihr Gegenüber wissen möchte. Theodore blüht förmlich auf, hat wieder Spaß am Leben, läuft durch die Straßen mit Samanthas Stimme im Smartphone in der Hemdentasche - ganz nah am Herzen.

Regisseur Spike Jonze gilt als Experte für verschroben-intelligente Filme. Er hat mit "Being John Malkovich", "Adaption" oder der Realverfilmung des Bilderbuchklassikers "Wo die wilden Kerle wohnen" bewiesen, dass kreativer Eigensinn, eine gewisse Schrulligkeit und Erfolg beim Publikum sich nicht ausschließen müssen. Der Hollywood-Außenseiter gewann für sein Skript zu dieser sanften Science-Fiction-Romanze in diesem Jahr den Oscar in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch.

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