Haunting Villisca

Drama, USA 2006
Ein Fluch liegt auf dem J.B. Moore-Haus

Ein Fluch liegt auf dem J.B. Moore-Haus

1912 werden in Villisca im US-Bundesstaat Iowa acht Menschen mit einer Axt erschlagen. Der Fall konnte nie geklärt werden, das Haus gilt seitdem als verflucht. Knapp 100 Jahre später muss ein College-Professor (Regisseur James Serpento) im Geisterhaus sich seiner Vergangenheit stellen. Der US-Independent-Film (Originalfassung ohne Untertitel) beruht auf einem wahren Verbrechen.

Anfang des vorigen Jahrhunderts war Villisca im US-Bundesstaat Iowa ein aufstrebendes Örtchen, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagten. Doch das änderte sich mit einem Schlag: In der Nacht des 10. Juni 1912 wurden im Haus von Josiah B. Moore der Eigentümer, dessen Ehefrau, ihre vier Kinder und zwei Nachbarskinder mit der Axt ermordet. Zwar gab es mehrere Hinweise und Theorien, letztendlich konnte der Fall aber nie aufgeklärt werden. Seitdem soll es im J.B. Moore-Haus nicht mit rechten Dingen zugehen - und der einst prosperierende Ort Villisca erholte sich nie wieder von diesen traumatischen Ereignissen.

Knapp ein Jahrhundert später kämpft College-Professor David Salt (Regisseur James Serpento) mit seinen eigenen Dämonen: Seit ihn seine geistig verwirrte Frau mit einer Studentin erwischt und sich selbst kurz darauf umgebracht hat, wird David von seinem schlechten Gewissen geplagt. Auf einer Fahrt durch den Mittleren Westen der USA streikt sein Auto ausgerechnet vor dem J.B. Moore-Haus in Villisca. Für einige Zeit festgesetzt, muss David - der sich sonst eher als Realist sieht - erkennen, dass in dem Haus nicht nur die Seelen der Ermordeten zugange sind, sondern auch jene seiner Frau.

Der US-Independentstreifen "Haunting Villisca", der am 9. Jänner seine internationale Premiere in Anwesenheit von Produzentin Kimberly Busbee in Wien feierte, ist eine seltsame, nicht uninteressante Mischung aus Fakten und Fiktion: In Rückblenden wird der spektakuläre Mordfall anhand von Original-Gerichtsdokumenten aufgerollt. Gedreht wurde dabei im echten J.B. Moore-Haus und im Original-Gerichtssaal, in dem die Verhandlung gegen einige Verdächtige stattfand. Obwohl es an Indizien und Theorien nicht mangelte - vom Eifersuchtsdrama über Auftragsmord bis hin zur Tat eines Serienmörders, der auch in anderen Teilen der USA auf ähnliche Weise zuschlug - konnte der Fall nie aufgeklärt werden.

Aufgrund weiterer unerklärlicher Vorfälle wurde das J.B. Moore-Haus für Parawissenschafter interessant, die von allerlei gruseligen Erscheinungen zu berichten wissen. Auch das Filmteam von "Haunting Villisca"-Regisseur James Serpento und Produzentin Kimberly Busbee wurde Zeuge einiger Phänomene (z.B. nicht lokalisierbares Kindergelächter, unerklärliche Lichterscheinungen oder ein Raum, der eine böse Aura zu haben scheint), die es im Film verwertete. Als Klammer zwischen den historischen Tatsachen und den paranormalen Ereignissen fungiert die rein fiktionale Geschichte des College-Professors David Salt.

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