Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II

Abenteuer/Fantasy, GB/USA 2011
Das große Finale und der Kampf der Erzfeinde

Das große Finale und der Kampf der Erzfeinde

Todesangst, blutsaugende Halb-Menschen und sogar ein Ausflug ins Jenseits: Harry Potter verabschiedet sich mit viel Drama und Action aus dem Kino. Beim letzten Film wird noch mal das volle Programm gefahren.

Harry Potter ist tot. Nein, er lebt - oder ist er irgendwo dazwischen? Ganz genau lässt sich das im letzten Abenteuer des Magiers "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil II" nicht immer sagen. Denn im Finale der seit 2001 laufenden Filmserie wird es der Romanvorlage entsprechend dramatisch. Am Ende wird die große Frage beantwortet, auf die vor allem die Leserschaft einst angstvoll wartete, als 2007 der letzte "Harry Potter"-Roman der britischen Autorin Joanne K. Rowling erschien: Stirbt Harry, oder bleibt er am Leben? Wer das Buch noch nicht gelesen hat und das Ende noch nicht kennt, für den wird es wirklich spannend.

Dabei geht es stellenweise ziemlich heftig zu. Mehrere brutale Szenen machen den Film definitiv zu einem Abenteuer für Jugendliche und nicht mehr für Kinder. Professor Snape wird grausam von einer Schlange getötet. Ein Getreuer aus dem Gefolge des bösen Zauberers Voldemort wird gezeigt, wie er Blut aus dem Hals einer dem Tod geweihten Schülerin saugt.

Getragen wird er vor allem von der Leistung der Riege britischer Schauspielgrößen, von denen viele seit zehn Jahren dabei sind: Alan Rickmann als zweideutiger Professor Snape, Maggie Smith als Professorin Minerva McGonagall, Ralph Fiennes in der Rolle des bösen Zauberers Voldemort, Helena Bonham-Carter als böse Hexe Bellatrix Lestrange. Was bisher wohl beispiellos in der Filmgeschichte ist, haben die "Potter"-Macher außerdem hinbekommen: Die drei Hauptdarsteller Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley) waren von Anfang bis Ende dabei und sind zusammen mit den Filmen erwachsen geworden.

Sehenswert sind auch im letzten Teil der Reihe die Spezial- und Computereffekte - falls man sie im Sog der Geschichte nicht ganz vergisst. Denn sie fügen sich in unzähligen Szenen nahtlos ein. Erstmals erscheint ein "Potter"-Film gleichzeitig in 2D und auch in der mittlerweile beliebten dritten Dimension.

Rowling hat mehrfach klargemacht, dass es keine Fortsetzung der "Potter"-Reihe geben wird. Auch Regisseur David Yates, der die letzten vier Filme gemacht hat, sieht keinen Boden für ein Weiterführen der Geschichte. "Diese Bücher und diese Filme stehen einzigartig in einer bestimmte Zeitepoche", sagt er mit Blick auf die mehr als ein Jahrzehnt andauernde "Potter"-Manie. "Jede Geschichte hat ihre Zeit."

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