Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Abenteuer/Family, USA 2004
Harry lüftet Geheimnisse

Harry lüftet Geheimnisse

Es ist kalt in der berühmten Zauberschule Hogwarts. Kaum einen Sonnenstrahl zeigt die Kamera in "Harry Potter und der Gefangene von Askaban", zumeist regnet und schneit es. Der dritte Band der Romanreihe ist eines der eher düsteren Werke aus der Feder von Joanne K. Rowling - und Regisseur Alfonso CuarOn lässt es so düster.

Auf Harry scheinen nur noch Schwierigkeiten zu warten. Zu Hause verwandelt er aus Zorn die Schwester seines Onkels in einen übergroßen Luftballon. Er flüchtet und wird auf der Flucht beinahe von einem mysteriösen schwarzen Hund angefallen. Zurück in Hogwarts darf er nicht wie alle anderen Schüler an den Wochenenden das Zaubererdorf Hogsmeade besuchen, weil man um seine Sicherheit fürchtet.

Sirius Black ist unterwegs, ein aus dem Zauberergefängnis von Askaban entflohener Massenmörder, der es nun offenbar auf Harry abgesehen hat. Zu allem Überfluss muss sich der Zauberschüler auch noch mit Dementoren herumschlagen, geisterhaften, blutrünstigen Gestalten, die ihren Opfern die Seele aussaugen.

Regisseur Alfonso CuarOn lässt "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" in Szenenbildern spielen, welche die Atmosphäre des Buches perfekt widerspiegeln. Anders als in den ersten beiden Filmen tritt der fröhliche Internatsalltag deutlich zurück. CuarOn inszeniert die Geschichte häufiger als intensives Kammerspiel, weniger als buntes Spektakel.

So lässt die dritte Folge des Romanzyklus' auf der Leinwand auch den Kinderfilm endgültig hinter sich, sie ist erst ab zwölf Jahren freigegeben. Ähnlich wie die Bücher zielt auch der Film eindeutig auf ein schrittweise erwachsen werdendes Publikum.

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