Harry Potter und der Feuerkelch

Abenteuer/Fantasy, USA 2005
Harry und Hermine beeindrucken auch in Teil 4

Harry und Hermine beeindrucken auch in Teil 4

Von der jäh unterbrochenen Quidditch-Weltmeisterschaft in einem futuristischen, vielstöckigen Stadionoval hätte man gerne mehr gesehen. Aber ansonsten bietet "Harry Potter und der Feuerkelch", die von Mike Newell gedrehte Verfilmung des vierten Potter-Buches, in Sachen Action, Grusel und Special Effects keinerlei Grund zur Klage - ganz im Gegenteil.

Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine) und Rupert Grint (Ron) sind keine kleinen Kinder mehr, sondern junge Teenager. Das nimmt dem Hauptdarsteller zwar den Bubencharme der ersten Filme, gibt aber von der ersten Verliebtheit bis zur ersten Ballnacht reizvolle zusätzliche Möglichkeiten, die klar machen, dass es sich in der Potter-Serie nicht nur um Fantasy-Abenteuer, sondern eben auch um eine Geschichte des Erwachsenwerdens handelt.

Die Umarmung zwischen Harry und Hermine, die sich anderntags gleich als Aufmacher-Foto am Cover der Hexen-Zeitung wiederfindet, ist jedoch ganz harmlos: Potters erste zarte Gefühle gelten der mandeläugigen Cho Chang. Die 18-jährige Katie Leung wurde dafür unter 5.000 Bewerberinnen ausgewählt.

Nach Chris Columbus und Alfonso Cuaron ist der Brite Mike Newell ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall") der dritte Regisseur, der das von Autorin Joanne K. Rowling Erdachte in Bilder umzusetzen hatte. Er beweist Sinn für die normalen Pubertätsnöte seiner Helden und hat für die Darstellung des Zwischenmenschlichen im Zauberreich immer wieder Sinn für hübsche Details.

Den Rahmen zur Weiterführung des Kampfes des bösen Lord Voldemort (Ralph Fiennes) gegen Potter, dessen Eltern er einst getötet hatte, bildet das Trimagische Zauberturnier, zu dem zwei weitere Schulen ihre Vertreter geschickt haben. Die einzelnen Aufgaben, die die vier auserwählten Zauberschüler zu bestehen haben, bringen eine rasante Verfolgungsjagd in der Luft, bei der Potter nur mit Mühe einem Feuer speienden Drachen entkommen kann, ein Tiefseetauchen, für das Harry Kiemen und Flossen wachsen, und lassen ihn in einem lebendigen Labyrinth schließlich auf seinen Todfeind treffen. Wie der Film ausgeht, dürften nahezu hundert Prozent der Kinobesucher wissen. Trotzdem: anschauen!

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