Happy Feet

Abenteuer/Komödie, AUS/USA 2006
Happy Feet: Putzige Pinguine erobern die Herzen

Happy Feet: Putzige Pinguine erobern die Herzen

Der junge Pinguin Mumble kann nicht singen. Und das ist im Reich der Kaiserpinguine gar nicht gut. Zwar tanzt Mumble exzellent, dennoch wird er von seinem Volk in die Eiswüste geschickt. Wie der gebrandmarkte Außenseiter dennoch versucht, seine Sippe vor einem drohenden Unheil zu bewahren, davon erzählt dieser hinreißende Eisschollen-Thriller.

Der australische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent George Miller, der in den 90er Jahren die beiden ebenso saukomischen wie tiefsinnigen "Schweinchen-Babe"-Filme realisiert hat, kehrt nach acht Jahren mit einem brillanten Animationsfilm auf die Leinwand zurück. Miller und sein vielköpfiges Team brennen ein visuelles Feuerwerk ab: Etwa wenn eine Horde Jungpinguine sich jubelnd per Kopfsprung von einem turmhohen Eisberg in das blaue Meer stürzt und zur "Do it again" von den Beach Boy ein fantastisches Unterwasser-Ballett aufs flüssige Parkett zaubert.

Dabei ist die Welt der Pinguine schon lange nicht mehr in Ordnung. "Wir haben einen Knoten in unserer Nahrungskette", meint einer der frechen Latino-Pinguine, mit denen sich Mumble auf eine Reise zu den zweibeinigen "Aliens" macht. Die fischen die Antarktis leer, greifen sich den protestierenden Mumble und sperren ihn in den Zoo.

Spätestens an dieser Stelle ist von süßlicher Pinguin-Plüschigkeit nichts mehr übrig, "Happy Feet" zeigt schonungslos die Kommerzialisierung der Natur auf. Ein düsterer Grundton zieht sich, ganz ähnlich wie schon im zweiten "Babe"-Film, auch durch diese Geschichte. Mumble bleibt trotz seiner flinken Füße ein Außenseiter. Wenn er am Ende ergraut nach Hause zurückkehrt, ist er zwar der Retter des Volkes, aber seine Gloria ist längst vergeben.

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