Hannibal Rising - Wie alles begann

Drama/Thriller, F/GB/USA 2007
Ein einziges Massaker: "Hannibal Rising"

Ein einziges Massaker: "Hannibal Rising"

Autor Thomas Harris hat für die Verfilmung seines Romans selbst das Drehbuch geschrieben. Regisseur Peter Webber ("Das Mädchen mit dem Perlenohrring") erzählt, was sich in den Jugendjahren des späteren Mörders und Kannibalen Hannibal Lecter (Gaspard Ulliel) abgespielt hat, um der Ursache für dessen extremes Verhalten auf den Grund zu gehen.

In "Hannibal Rising" wird das Abgründige früherer Verfilmungen des Stoffs um den "genialen" Serienmörder ("Das Schweigen der Lämmer", 1991 - "Manhunter", 1986) durch plakative Brutalität ersetzt. Was der Bub Hannibal im Litauen des Jahres 1944 erlebt, ist der Biografie des realen, hochgebildeten russischen Serienmörders Andrej Tschikatilo nachempfunden. Den 1994 hingerichteten "Ripper von Rostow" verfolgte seit seiner Kindheit die entsetzliche Geschichte seines älteren Bruders, der im Hungerwinter 1933/34 verschwunden und wie vermutet ein Opfer von Kannibalismus geworden war.

Eine ausgehungerte Söldner-Horde tötet und verspeist auch im Film Hannibals kleine Schwester, nachdem die Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Erst Jahre später wird Hannibal in Paris bei seiner exotischen Tante (Gong Li) seine Sprache wiederfinden, die seiner aristokratischen Herkunft angemessene Lebensart lernen und Medizin studieren. Dann wird er seine Rache an den ehemaligen Söldnern exekutieren, deren Anführer (Rhys Ifans) als Zähne fletschendes Monster auftritt. Bis auf das kultivierte Katz- und Maus-Spiel zwischen Lecter und dem Kommissar gibt es keine Zwischentöne in diesem Massaker-Movie.

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