Hangover

Komödie, USA 2009
Böses Erwachen nach dem Junggesellenabschied

Böses Erwachen nach dem Junggesellenabschied

Der angehende Bräutigam Doug fährt mit seinen Freunden Phil, Stu und dem Schwager in spe Alan zum Junggesellenabschied nach Las Vegas. Am nächsten Tag ist der Kater groß, der Bräutigam verschwunden und keiner kann sich an etwas erinnern. Bei der Rekonstruktion des Abends merken Alan, Phil und Stu, dass sie gehörig im Schlamassel sitzen. Die Komödie "Hangover" war in den USA ein Überraschungs-Hit.

Zwischen Tiger und Baby, Krankenhaus- und Polizeiaufenthalt, Blitz-Hochzeit und Verhandlungen fügt sich ein Puzzleteil in das nächste. Und je mehr Phil, Stu und Alan herausfinden, desto näher kommen sie, wie sie glauben, ihrem verschwundenen Freund Doug (Justin Bartha). Die Zeit drängt, denn schon am nächsten Tag muss Doug vor dem Altar stehen.

Die drei komplett unterschiedlichen Trauzeugen wachsen mit ihrer Aufgabe immer mehr zusammen. Aber jedem Schritt nach vorne folgen gleich wieder zwei Schritte zurück. Da übt Mike Tyson höchstpersönlich zu den Klängen von Phil Collins seinen rechten Haken an Alan, oder ein kleiner fieser Chinese (Ken Jeong) erpresst die Drei in ihrer Not. Der eigentliche Protagonist, der Bräutigam, ist im ganzen Film aufgrund seines Verschwindens so gut wie nie zu sehen - was aber auch nicht weiter stört, denn die Figur bleibt ohnedies ohne Ecken und Kanten.

Regisseur Todd Philips ("Starsky & Hutch") arbeitet eigentlich mit klassischen Zutaten (Las Vegas, Junggesellenabschied) und schafft es dennoch, dem abgedroschenen Buddy-Genre noch unerwartet Lustiges abzugewinnen und mit dem Überwinden und teilweisen Umkehren von Klischees noch eins draufzusetzen. Trotz des wenig originellen Themas und vergleichbaren Filmen wie "Ey Mann - Wo is mein Auto" (2000) bleibt "Hangover - Bist du hart genug für Las Vegas?" eigentlich durchgängig lustig, nimmt sich selber nicht so ernst und kommt auch größtenteils ohne Fäkalhumor aus. Philips hat sich zudem noch selbst mit einem kleinen und sehr witzigen Cameo-Auftritt als Borat-Verschnitt in seinem Film verewigt.

Während die Drehbuchautoren Jon Lucas und Scott Moore im Storytelling immer wieder für Überraschungen sorgen, ist man beim Soundtrack mit Party-Klassikern (u.a. mit einem schönen Einsatz von "Who Let The Dogs Out?") auf Nummer sicher gegangen. Kein Wunder also, dass der Film in den USA für einen großen Erfolg an den Kinokassen sorgte (eine Fortsetzung ist bereits in Planung) und auch in Österreich eine lustig-coole Erfrischung an heißen Sommertagen zu werden verspricht. Nur nicht vergessen: Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas!

INFO:

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