Hallam Foe - This is My Story

Drama/Romanze, GB 2007
Foes Einsiedlerleben hat ein Ende

Foes Einsiedlerleben hat ein Ende

Als tanzbesessener "Billy Elliot" rührte der 14-jährige Schauspieler Jamie Bell vor sieben Jahren die Zuschauer zu Tränen. Als 21-jähriger verkörpert er in David Mackenzies Drama "Hallam Foe - This is My Story" einen jungen Mann mit voyeuristischen Neigungen.

Einfühlsam begleitet der schottische Autor und Regisseur den Lebensweg des Heranwachsenden Hallam. Der Teenager, der nach dem Tod seiner Mutter zusehends vereinsamt, glaubt felsenfest, dass seine Mutter vor Jahren von seiner jetzigen Stiefmutter (Claire Forlani) ermordet wurde. So verfolgt er jeden ihrer Schritte, überzeugt davon, sie irgendwann überführen zu können. Als ausgerechnet sie den verwirrten jungen Mann verführt, bleibt ihm nur noch die Flucht in die Großstadt.

Dort fühlt sich Hallam zunächst pudelwohl. Wenn er nächstens ahnungslose Nachbarn beobachtet, schwelgt er in einem Freudenfest der Fantasie. Das ändert sich, als er sich in eine junge Frau (Sophia Myles) verliebt, die seiner toten Mutter verblüffend ähnlich sieht. Hallam muss sich entscheiden: Ewig Kind bleiben oder erwachsen werden?

Die Geschichte um die Probleme des Erwachsenwerdens lebt von der vielfältigen Darstellung des jungen Schauspielers. Sehr differenziert entwirft Jamie Bell das Porträt eines Jugendlichen, der Menschen und Umwelt leidenschaftlich ausspioniert. Der britische Jung-Star sagt dazu: "Ich habe das auch schon gemacht. Es ist doch ungeheuer spannend, Leute zu beobachten. Wir sind alle gern mal Voyeure. Wie sonst wäre der Erfolg von 'Big Brother' zu erklären?"

Mackenzies gekonnte Mischung aus Drama und Komödie wurde auf der diesjährigen Berlinale unter anderem mit einem Silbernen Bären für die beste Filmmusik ausgezeichnet. Auch der temporeiche Soundtrack nimmt dem Thema etwas von seiner Schwere.

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