Hakoah Lischot

Dokumentation/ , F/IL/USA 2004
"You sink or you swim"

"You sink or you swim"

Die 83-jährige Anne-Marie war in ihrer Jugend eine der Meister-Schwimmerinnen des Wiener Jüdischen Sportklubs Hakoah. Sie lebt heute in London, im Exil wie die meisten ihrer damaligen Kameradinnen, die von den Nazis vertrieben wurden. Yaron Zilberman hat für seine Doku "Hakoah Lischot" einige von ihnen zu einem Treffen in Wien bewegen können.

Er habe keine Vorstellung davon, was es heiße, emigrieren zu müssen, erklärt Anne-Marie dem Regisseur: "You sink or you swim. And when you are young you swim." Die Hakoah - der hebräische Name bedeutet Kraft - wurde 1909 gegründet, unter anderem als Reaktion darauf, dass verschiedene Wiener Sportklubs nur mehr "Arier" aufnahmen.

Vor allem im Fuß- und Wasserball und im Schwimmen (auf Hebräisch "Lischot") verzeichnete die Hakoah bald internationale Erfolge und wuchs mit über 3.000 aktiven Mitgliedern zum größten Sportklub der Welt. Die bereits verstorbene Hakoah-Schwimmerin Hedy Bienenfeld etwa, die später ihren Trainer Zsigo Wertheimer heiratete, war einer der ersten weiblichen Superstars des Sports, erfährt man bei Zilberman. 1938 wurde die Hakoah von den Nazis zerschlagen.

Wertheimer und dem Präsidenten des Schwimmklubs, Valentin Rosenfeld, gelang es aber, alle Hakoah-Schwimmerinnen vor der drohenden Vernichtung ins Ausland zu retten. Die Rückkehr, über 60 Jahre danach, der heute alle über 80-jährigen und für ihr Alter noch immer erstaunlich agilen Damen, löst erwartungsgemäß die widersprüchlichsten Erwartungen, Erinnerungen und Emotionen aus.

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