Guardians of the Galaxy

Action/Abenteuer, USA/GB 2014
Peter Quill ist der selbst ernannte "Star-Lord"

Peter Quill ist der selbst ernannte "Star-Lord"

Jeder Superheld hat seine Motivation, sich gegen das Böse zu stellen. Für den selbst ernannten "Star-Lord" Peter Quill und seine schräge Außenseitertruppe ist die Rettung der Galaxie die Chance, "einmal nicht auf alles zu scheißen". Als "Guardians of the Galaxy" begeben sich die Antihelden aus dem Marvel-Comic-Universum auf ein höchst unterhaltsames Weltraumabenteuer.

1988 als Neunjähriger vom blauhäutigen Alien Yondu (Michael Rooker) von der Erde entführt, erledigt Peter Quill (Serienstar Chris Pratt) 26 Jahre später in den Weiten des Weltalls als selbst ernannter "Star-Lord" kleine Diebstähle für den amoralischen Söldneranführer. Als Peter eines Tages auf eine mysteriöse silberne Kugel, den "Orb", angesetzt wird, gerät er unverhofft zwischen die Fronten - ist das Relikt doch eine Waffe, mit der Superschurke Ronan (Lee Pace) unter der Ägide des Oberschurken Thanos den galaktischen Friedensvertrag brechen und die Galaxie-Zentrale Xantras zerstören will.

Davon noch nichts ahnend, führt der Zufall Peter im Weltraumgefängnis mit der übergelaufenen Adoptivtochter Thanos' - der kampflustigen und grünhäutigen Gamora ("Avatar"-Schönheit Zoe Saldana) -, dem rachelustigen "Zerstörer" Drax (Ex-Wrestling-Champion Dave Bautista), dem durch Experimente zum Super-Waschbär mutierten Rocket und dessen wortkarger Riesenbaumwurzel Groot zusammen. Nach dem gemeinsamen Gefängnisausbruch wollen die schrägen Vögel die Kugel teuer am Schwarzmarkt verscherbeln. Von The Collector (Benicio del Toro) über deren fatale Wirkung aufgeklärt und von Ronan kurz darauf beraubt, raufen sie sich schließlich zusammen, um todesmutig die Galaxie zu retten.

Die "Star Wars"-Assoziation, die der markante goldene Schriftzug zu Beginn des Abenteuers weckt, verschwindet schnell: "Guardians of the Galaxy" spart zwar nicht mit Referenzen an intergalaktische Kultfilme, entpuppt sich aber rasch als originelles, humorvolles, nichtsdestotrotz mit spektakulären visuellen Effekten und jeder Menge Action gespicktes Science-Fiction-Abenteuer, dessen Protagonisten sich in Präsenz und Humor von den handelsüblichen Marvel-Comichelden deutlich abgrenzen. So versteht der aufwendigst körperbemalte Drax keine Metaphern, hat der Nager Rocket stets einen coolen Spruch auf den Lippen und werden Quills Heldentaten mit 70er-Jahre-Hits unterlegt. Eine Kassette seiner verstorbenen Mutter ist nämlich das Einzige, was ihm als Verbindung zur Erde bleibt.

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