Greta

Thriller, Irland, USA 2018
Greta

Greta

In der U-Bahn findet Frances (Chloë Grace Moretz) eine Handtasche – und kann dank dem Inhalt des Geldbörsels die rechtmäßige Besitzerin (Isabelle Huppert) ausfindig machen. Doch die treibt ein böses Spiel und hat die Tasche nicht unabsichtlich stehen lassen …

Ihre Freundin Erica (Maika Monroe) hat sie von Anfang an gewarnt: „Wir sind hier in Manhattan. Wenn du eine Tasche findest, rufst du das Bombenkommando.“ Doch Frances (Chloë Grace Moretz) nahm die Handtasche, die auf einem Sitz in der U-Bahn lag, mit, öffnete sie und fand darin einen Ausweis: Greta Hideq, das Foto zeigt eine elegante Dame jenseits der 50. Jetzt will sie der Frau ihre Tasche zurückbringen. An sich eine sehr nette Idee, und als sie zu Greta (Isabelle Huppert) kommt, trifft sie eine ausgesucht höfliche Mittsechzigerin, die sie aus Dankbarkeit auf ein Getränk einlädt. Man versteht sich auf Anhieb, wohl auch weil Frances erst kürzlich ihre Mama verloren hat und nun eine Art Mutterersatz sucht. Zugleich hat Greta ihre Tochter seit Jahren nicht gesehen, sie lebt in Paris. Die beiden Frauen treffen sich noch einmal, sie kaufen sogar gemeinsam einen Hund. Doch dann, wieder bei Greta daheim, öffnet Frances versehentlich eine Lade und findet dort mehrere Handtaschen wie die, die in der U-Bahn gelegen ist. Und auf den Taschen kleben hinten Zettel mit Frauennamen, einer ist der von Frances …

Ab dieser gruseligen Entdeckung wird es für die arme Frances ungemütlich. Jetzt zeigt Greta nämlich ihr wahres Gesicht: Sie ruft die junge Frau pausenlos an, steht stundenlang vor dem Restaurant, in dem Frances kellnert, oder sucht sie gar in ihrem Wohnhaus auf. Klarer Fall von Stalking, aber den Cops sind die Hände gebunden. Ist ja nichts passiert – noch nicht. Aber Greta ist ein Thriller, deswegen wird etwas Böses passieren. Als Zuschauer fragt man sich zwar ab und zu, warum es der jungen Frau nicht gelingt, eine zierliche ältere Dame loszuwerden, andererseits strahlt Huppert eine gruselige, eiskalte Präsenz aus. Sie ist definitiv das Beste an dem Film, der leider gegen Ende zu einem klischeehaft vorhersehbaren B-Movie verkommt.

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