Gori Vatra -Feuer!

Komödie/Drama, BIH/A/TR/F 2003
Gori Vatra -Feuer!

Die bosnisch-österreichisch-türkisch-französische Koproduktion "Gori Vatra -Feuer!" hat bereits den Silbernen Leoparden beim 56. Filmfestival in Locarno und das 9. internationale Filmfestival von Sarajevo, das größte internationale Filmfestival in Südosteuropa, gewonnen.

Der angekündigte Besuch von US-Präsident Bill Clinton versetzt darin die bosnische Kleinstadt Tesanj in Aufregung. Unter dem Druck der UNO-Beobachter - mit Hubsi Kramar als lächerlich naivem UNO-Kommandanten - versucht der Bürgermeister, die allgegenwärtige Kriminalität und Korruption, wenn schon nicht auszumerzen ist, zumindest zu verstecken.

Das städtische Bordell wird in ein Kulturlokal verwandelt, die Zigeunercombo als Feuerwehrkapelle verkleidet, und der Kinderchor studiert "There is a House in New Orleans" für den hohen Besuch ein. Nur die Sterne der amerikanischen Flagge werden irrtümlich rot statt weiß angemalt... Bosnier und Serben sollen eine gemeinsame Feuerwehr bilden. "Sag mal, gibt es bei Euch vielleicht echte Pampers?" Ist der erste zaghafte Annäherungsversuch zwischen den Männern; Witz und die Schläue, geboren aus der Not des Überlebens im Krieg und Hand in Hand mit Brutalität und Abstumpfung; Geschichten von verpfuschten Leben und vom Weiterleben - Pjer Zalica, geboren 1964 in Sarajevo, verbindet in dieser schwarzen Komödie mit großartigen Schauspielern wunderbar berührend Komik, Tragik und Poesie.

Der Staats-Besuch wird schließlich vereitelt vom Selbstmord des "verrückten" pensionierten Polizeichefs, der sich ausgerechnet während der Feierlichkeiten selbst in die Luft jagt, um dem Geist seines gefallenen ältesten Sohnes ins Jenseits zu folgen. Als der Bürgermeister deshalb ausflippt, wird er vom jüngeren Sohn des Toten zusammen geschlagen, der als Feuerwehrmann vergeblich zu löschen versucht hat. "Gut gemacht", loben der tote Vater und Bruder ihn aus dem Jenseits. - "Das hab ich von Euch gelernt. Immer als erster zuschlagen." Zumindest die Feuerwehrkollegen zollen ihm Beileid von Herzen, ungeachtet ihrer Nationalität. Immerhin ein Hoffnungsschimmer.

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