Good Night, And Good Luck

Drama/ , USA 2005
Murrow sieht S/W für die Meinungsfreiheit

Murrow sieht S/W für die Meinungsfreiheit

Hollywood-Star George Clooney fungierte nach "Confessions of a Dangerous Mind" zum zweiten Mal als Regisseur und schuf mit "Good Night, And Good Luck" trotz geringen Budgets ein faszinierendes und auf Tatsachen beruhendes Polit-Drama rund um einen Journalisten in der McCarthy-Ära.

Der Film spielt im Amerika der 50er Jahre: Der Kalte Krieg hat eben begonnen, Senator Joseph McCarthys Kommunistenjagd ist auf dem Höhepunkt, im jungen Medium Fernsehen tummeln sich noch Journalisten, für die "investigativ" kein Fremdwort ist. Auf dem Sender CBS präsentiert Edward Murrow (David Strathairn) die Nachrichtensendung "See It Now", jeden Dienstagabend verabschiedet er sich vom Publikum mit den berühmten letzten Worten "Good Night, and Good Luck". Als er und seine Crew sich aufgrund eines Berichts über einen suspendierten Air-Force-Piloten direkt mit McCarthy anlegen, spüren sie schnell politischen Druck.

Strathairn agiert mit einem "Stoneface" à la Buster Keaton; seinem Murrow sind Verantwortungsbewusstsein, scharfsinniger Verstand und gute Nerven trotz hohen Drucks förmlich ins Gesicht geschrieben. Strathairns Interpretation eines auf sein moralisches Gewissen hörenden Mannes hat auch eine Oscar-Nominierung für den besten Hauptdarsteller eingebracht. Unterstützt wird der Protagonist von einem hochkarätigen Ensemble rund um George Clooney (der übrigens auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet), Robert Downey Jr., Patricia Clarkson und Jeff Daniels.

Auch wenn der nur 7,5 Millionen Dollar teure Independent-Film sehr dialoglastig ist, schafft Clooney stets die richtige Balance zwischen Bild-, Ton- und Textebene. "Good Night, and Good Luck" ist sowohl ein humorvolles und emotionales Kammerspiel, das 93 Minuten lang in Atem hält, als auch ein politisches und engagiertes Meisterwerk, das wichtige Fragen stellt.

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